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	<title>Patriks Blog &#187; Planet VDVC</title>
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		<title>Die drei Freiheiten eines Gamers</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 08:51:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrik Schönfeldt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Games]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[DRM]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Planet VDVC]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucherschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[Verbraucherschutz steckt im Bereich Videospiele in den Kinderschuhen. Tendenzen, welche Rechte Spieler erwarten, sind vor allem in der Empörung über Negativbeispiele deutlich. An dieser Stelle möchte ich mich in einer positiven Definition versuchen: Ein Videospieler verdient das Recht, bezahlte Videospiele jederzeit und ohne weitere Bedingungen möglichst vollständig zu nutzen, den Grad der Öffentlichkeit beim Spielen<a href="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/2012/05/die-drei-freiheiten-eines-gamers/"> Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verbraucherschutz steckt im Bereich Videospiele in den Kinderschuhen. Tendenzen, welche Rechte Spieler erwarten, sind vor allem in der Empörung über Negativbeispiele deutlich. An dieser Stelle möchte ich mich in einer positiven Definition versuchen:</p>
<blockquote><p>
Ein Videospieler verdient das Recht,</p>
<ol>
<li>bezahlte Videospiele jederzeit und ohne weitere Bedingungen <ins datetime="2012-05-16T18:23:44+00:00">möglichst</ins> vollständig zu nutzen,</li>
<li>den Grad der Öffentlichkeit beim Spielen selbst zu wählen,</li>
<li>Verbesserungen und Modifikationen zu erstellen und nutzen.</li>
</ol>
</blockquote>
<p>Die erste Freiheit<sup>[<a href="#die-drei-freiheiten-eines-gamers-n-1" class="footnoted" id="to-die-drei-freiheiten-eines-gamers-n-1">1</a>]</sup> würde ich als <em>„Recht auf Eigentum“</em> bezeichnen, die dritte als <em>„Recht auf Kreativität“</em>. Die zweite Freiheit umfasst sowohl das Recht auf Privatsphäre als auch das Recht, andere am eigenen Spiel Teil haben zu lassen. Hierfür passend wäre die wenig prägnante Formulierung <em>„Recht auf Datenschutz oder selbstbestimmte Teilhabe anderer“</em>. Ich werde sie vorerst <em>Recht auf Datenschutz und Gemeinschaft</em> nennen, mit der Anmerkung, dass die erwünschte Gemeinschaft selbst gewählt wird und eine ausschließliche Gruppe darstellen kann.</p>
<p><span id="more-376"></span></p>
<h3>Recht auf Eigentum</h3>
<p>Wenn ein Spieler Geld bezahlt, sollte ihm das, wofür er bezahlt hat, auch wirklich gehören. Und zwar unabhängig von weiteren Bedingungen wie dem Zeitpunkt, an dem das passiert ist. Die Funktionsfähigkeit von Spielen sollten nicht verfallen oder von der Funktionsfähigkeit von Servern des Anbieters abhängig sein. Ebenfalls kritisch zu sehen sind bereits auf dem <a href="http://vdvc.de/blog/2012/05/15/ddd-das-drama-um-on-disc-dlc/">Datenträger befindliche Inhalte</a>, die aber nachträglich ein (weiteres) Mal bezahlt werden müssen (On-Disk-DLC).</p>
<h3>Recht auf Datenschutz und Gemeinschaft</h3>
<p>Der Anbieter eines Spiels sollte nur die für den Betrieb wirklich essenziell benötigten Daten obligatorisch erheben und diese löschen, sobald sie nicht mehr benötigt werden. Statistiken über Hardware und Spielverhalten des Nutzers sollten nur auf freiwilliger Basis erstellt werden, nicht aber ohne dessen explizite Einwilligung. Dies gilt insbesondere auch für an Spiele mit angegliederten „sozialen Funktionen“, die z.B. in Form von <em>Achievements</em> Einblick in die Vorlieben des Spielers erlauben.</p>
<p>Auf der anderen Seite sollte der Spieler aber auch das Recht besitzen, seine Freunden, Bekannte oder jeden beliebigen anderen an seinem Spiel Teil haben zu lassen. Hiermit sind nicht nur Spielberichte oder <em>Lets-Plays</em> gemeint, sondern auch das Spiel mit mehreren, selbst gewählten Personen. Es sollte immer möglich sein, sich mit seinen Mit- und Gegenspielern zu verabreden.</p>
<h3>Recht auf Kreativität</h3>
<p>Ein wichtiges Element des Spiels ist das der Abwandlung. Viele heute bekannte Spiele sind nicht von Professionellen sondern von Fans erdacht worden, als bekannte Beispiele seien nur „DotA“ und „Counter-Strike“ genannt. Auch <em>Leveldesign</em> ist ein kreatives Element des Videospiels, welches nicht immer ausreichend gewürdigt wird. Positiv kann z.B. „Portal 2“ hervorgehoben werden, das seit neuestem einen sehr einfach zu bedienenden Editor besitzt. Auf der anderen Seite gibt es aber Beispiele, in denen Entwickler die eigenen Fans als Konkurrenz sehen und gegen deren Kreativität vorgehen. Aber es gibt auch Titel wie, die (erst) durch Verbesserungen von Fans gut geworden sind und deren Entwickler sogar sogenannte <em>Fan-Patches</em> empfehlen; hierzu zählen „Gothic 3“ und „Vampires the Masquerade – Bloodlines“.</p>

<ol class="footnotes">
	<li class="footnote" id="die-drei-freiheiten-eines-gamers-n-1"><strong><sup>[1]</sup></strong> Von Freiheiten spreche ich in Anlehnung an die vier Freiheiten der Free Software Foundation. <a class="note-return" href="#to-die-drei-freiheiten-eines-gamers-n-1">&#x21A9;</a></li></ol>
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		<title>Onlinezwang (mal wieder)</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 05:59:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrik Schönfeldt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Games]]></category>
		<category><![CDATA[DRM]]></category>
		<category><![CDATA[Planet VDVC]]></category>

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		<description><![CDATA[Es hat schon seinen Grund, warum ich nicht mal überlegt habe, mir Diablo 3 zu kaufen. Denn obwohl das Spiel einen Einzelspielermodus bietet, muss man ständig mit den Servern von Blizzard verbunden sein, um spielen zu können. Und – wie erwartet – sind eben diese gleich zum Release des Spiels ausgefallen. Onlinezwang, wie man ihn<a href="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/2012/05/onlinezwang-mal-wieder/"> Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_359" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/600x.jpg"><img src="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/600x-300x168.jpg" alt="" title="Diablo 3 Serverueberlastung" width="300" height="168" class="size-medium wp-image-359" /></a><p class="wp-caption-text">Erster Screenshot aus Diablo 3</p></div>Es hat schon seinen Grund, warum ich nicht mal überlegt habe, mir <em>Diablo 3</em> zu kaufen. Denn obwohl das Spiel einen Einzelspielermodus bietet, muss man ständig mit den Servern von Blizzard verbunden sein, um spielen zu können. Und – wie erwartet – sind eben diese gleich zum Release des Spiels ausgefallen. Onlinezwang, wie man ihn kennt. Die <a href="http://www.gamestar.de/spiele/diablo-3/news/diablo_3,44357,2567786.html">Gamestar nimmt es mit Humor</a> und präsentiert ebenfalls wenig überrascht den ersten Screenshot.</p>
<p>Ich persönlich halte jeden, der jetzt mit original Datenträger vor seinem Computer sitzt und nicht spielen kann, für einen Sieg der Cracker-Szene – ganz besonders diejenigen, die extra Urlaub für das Spiel genommen haben. Und um ehrlich zu sein, halte ich es für moralisch durchaus vertretbar, selber nachzubessern, damit man das bezahlte Spiel auch starten kann. Eigentlich aber ist es traurig, dass es überhaupt möglich sein kann, mit Softwareschnippseln aus irgendwelchen oft dubiosen Quellen sein Spielerlebnis zu verbessern.</p>

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		<title>DRM und kulturelle Verantwortung</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 06:11:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrik Schönfeldt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[DRM]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Planet VDVC]]></category>

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		<description><![CDATA[DRM-Maßnahmen werden immer strenger, Gebrauchthandel soll unterbunden werden. Während auf dem PC zum Alltag gehört, dass bezahlte Spiele via Steam, Origin und Co an den Erstnutzer gebunden werden, sollen Gerüchten zufolge sowohl auf der nächsten XBox als auch auf der nächsten Playstation keine gebrauchten Games mehr laufen. Während diese technischen Maßnahmen den Spieler per Software<a href="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/2012/05/drm-und-kulturelle-verantwortung/"> Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>DRM-Maßnahmen werden immer strenger, Gebrauchthandel soll unterbunden werden. Während auf dem PC zum Alltag gehört, dass bezahlte Spiele via Steam, Origin und Co an den Erstnutzer gebunden werden, sollen Gerüchten zufolge sowohl auf der nächsten XBox als auch auf der nächsten Playstation keine gebrauchten Games mehr laufen. Während diese technischen Maßnahmen den <a href="http://www.zeit.de/digital/games/2012-04/games-kopierschutz-vertrauen/">Spieler per Software entmündigen</a>, fordert Crysis-Entwickler Crytek ein gesetzliches <a href="http://www.gulli.com/news/18680-entwicklerstudio-crytek-fordert-verbot-von-gebrauchtspielen-kommentar-2012-04-27">Verbot von Gebrauchtspielen</a>.</p>
<p>Auf diese Weise untergräbt die Branche, die so sehr um die <a href="http://spielkultur.ea.de/kategorien/jugendschutz/wieder-killerspieldebatte-bei-nominierungen-zum-deutschen-computerspielpreis">Akzeptanz „ihres“ Mediums als Kulturgut</a> kämpft, eben diesen Anspruch, den sie selber stellt. Kultur lehrt sehr viel über die Gesellschaft, was sie denkt, fühlt und fürchtet. Nicht nur dort, wo vermutlich jeder es erwartet, sondern auch in Horrorfilmen und Ego-Shootern. Gozilla zum Beispiel ist Symbol für die zerstörerische Gewalt nuklearer Waffen, unter deren Eindruck sich Japan in den 1950er Jahren befand, King Kong greift die Sklaverei in Amerika als Thema auf und SiFi-Shootern thematisieren typischerweise die Ambivalenz von Nutzen und Gefahr neuer Technologie. Kultur ist Teil des gesellschaftlichen Gedächtnisses, kein Wegwerfprodukt. Daher wird sie in Museen, Archiven und  Bibliotheken für die Nachwelt bewahrt. Sie bildet ab, was die Gesellschaft bewegt, und behandelt ihre Ängste.<span id="more-334"></span></p>
<p><div id="attachment_336" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/Copyright-Gap.png"><img src="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/Copyright-Gap-300x182.png" alt="" title="Copyright-Gap" width="300" height="182" class="size-medium wp-image-336" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: Spiegel Online (Beschriftung ergänzt)</p></div>Während US-Forscher kritisieren, dass lange <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,829393,00.html">Schutzfristen der Verfügbarkeit von Büchern schaden</a>, ist das Bild bei digitalen Medien viel dramatischer. Während Bücher  lange haltbar, unbegrenzt lesbar und sogar ohne Mühen zu kopieren sind, ist das bei Software nicht mehr der Fall. DRM, ursprünglich propagiert als Mittel gegen illegale Kopien, könnte zum Kulturkiller werden. Wenn auch – so ist zu hoffen – nicht für die gesamte Gesellschaft, so doch für jeden einzelnen von uns.</p>
<p>Es gibt viele Liebhaber, die klassische Konsolen sammeln, reparieren und in Stand halten. Und wer hat nicht noch seine ersten Spiele zuhause auf dem Regal stehen? All das wird nicht mehr funktionieren, wenn zum Spielen irgendwo auf der Welt ein Server laufen müsste, dessen Betrieb sich für den Anbieter nicht mehr lohnt. Nicht mehr lohnt für den „Rechteinhaber“ könnte man sagen – und dabei genau der Wahrheit ins Auge blicken, die man nicht verstehen will: Die Rechte liegen bei jemand anderem, nicht bei mir, dem zahlenden Kunden. Und auch wenn laut EU-Generalanwalt selbst der <a href="http://www.heise.de/resale/artikel/EU-Generalanwalt-staerkt-Position-von-Gebrauchtsoftwarehaendlern-1558082.html">Handel mit gebrauchten Lizenzen legal</a> ist, so unterbindet das sogenannte <em>Digital Rights Management</em> jedwedes Recht auf technischer Ebene. DRM könnte in diesem Sinne besser übersetzt werden mit <em>Decay of Rightfully used Media</em>. Die Kulturschaffenden selbst haben ihren Werken ein Verfallsdatum aufgeprägt.</p>

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		<title>Windows mit Hardware-3D in der VM</title>
		<link>http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/2012/03/windows-mit-hardware-3d-in-der-vm/</link>
		<comments>http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/2012/03/windows-mit-hardware-3d-in-der-vm/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Mar 2012 21:48:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrik Schönfeldt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Planet VDVC]]></category>
		<category><![CDATA[Xen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Forenbeitrag über Xen und 3D hat mich schon vor längerer Zeit dazu gebracht, mein „Wintendo“ in eine VM umzuziehen. Der Vorteil ist, dass man auf diese Weise Linux und Windows gleichzeitig starten kann – und innerhalb von Sekundenbruchteilen das Betriebssystem wechseln. Mit der richtigen Hardware kann das virtuelle Windows sogar auf die echte Systemkomponenten<a href="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/2012/03/windows-mit-hardware-3d-in-der-vm/"> Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Forenbeitrag über <a href="http://extreme.pcgameshardware.de/linux-und-sonstige-betriebssysteme/108786-xen-und-3d.html">Xen und 3D</a> hat mich schon vor längerer Zeit dazu gebracht, mein „Wintendo“<sup>[<a href="#windows-mit-hardware-3d-in-der-vm-n-1" class="footnoted" id="to-windows-mit-hardware-3d-in-der-vm-n-1">1</a>]</sup> in eine VM umzuziehen. Der Vorteil ist, dass man auf diese Weise Linux und Windows gleichzeitig starten kann – und innerhalb von Sekundenbruchteilen das Betriebssystem wechseln. Mit der richtigen Hardware kann das virtuelle Windows sogar auf die echte Systemkomponenten zugreifen und eignet sich damit, auch moderne 3D-Spiele zu starten.</p>
<p>Die Einrichtung ist eigentlich nicht weiter schwer. Man benötigt nur ein passendes Mainboard mit <a href="http://wiki.xensource.com/xenwiki/VTdHowTo">IOMMU-Unterstützung</a>, zwei Grafikkarten (eine für jedes Betriebssystem) und eine Linux-Distribution, die mindestens Kernel 3.2 mit bringt. (Es geht natürlich auch mit anderen Distributionen, aber dann muss man selber Kernel backen.) Die Schritte<sup>[<a href="#windows-mit-hardware-3d-in-der-vm-n-2" class="footnoted" id="to-windows-mit-hardware-3d-in-der-vm-n-2">2</a>]</sup> sind recht schnell durchgeführt:<span id="more-302"></span></p>
<ol>
<li>Xen über Paketmanager installieren</li>
<li>Computer neu starten – mit Xen.</li>
<li>Wenn das läuft, kann man in der „/etc/default/grub“, den Default auf Grub ändern und die „grub.cfg“ neu konfigurieren lassen.</li>
<li>Der einfachste Möglichkeit, die Grafikhardware an eine VM abzugeben, ist via Kernelmodul. Das sollte mit jeder Distribution klappen, egal ob Xen nun direkt im Kernel enthalten ist oder später geladen wird. Das funktioniert am einfachsten per Skript. Hier das, welches ich benutze (Quelle: <a href="http://wiki.xensource.com/xenwiki/Assign_hardware_to_DomU_with_PCIBack_as_module">Xen-Wiki</a>):
<p class="code"><code>BDF=0000:05:02.0<br />
# Unbind a PCI function from its driver as necessary<br />
[ ! -e /sys/bus/pci/devices/$BDF/driver/unbind ] || \<br />
        echo -n $BDF > /sys/bus/pci/devices/$BDF/driver/unbind<br />
# Add a new slot to the PCI Backend's list<br />
echo -n $BDF > /sys/bus/pci/drivers/pciback/new_slot<br />
# Now that the backend is watching for the slot, bind to it<br />
echo -n $BDF > /sys/bus/pci/drivers/pciback/bind</code></p>
</li>
<li>Skript und Kernelmodul kann man ganz „quick and dirty“ über die „/etc/rc.d/rc.local“ laden:
<p class="code"><code>xend start<br />
modprobe -i xen-pciback<br />
/etc/xen/unbind-pci.sh</code></p>
</li>
<li>Zuletzt muss man nur noch das Config-File für die VM angelegt werden. Meines sieht so aus:
<p class="code"><code>name	= "vm-win7-01"<br />
localtime=1<br />
import os, re<br />
arch	=	os.uname()[4]<br />
if re.search('64', arch):<br />
    arch_libdir = 'lib64'<br />
else:<br />
    arch_libdir = 'lib'<br />
kernel	= "/usr/lib/xen/boot/hvmloader"<br />
builder	='hvm'<br />
memory	= 4096<br />
vcpus	= 2<br />
cpus = "2,3"<br />
pci_msitranslate=1<br />
# Should be at least 2KB per MB of domain memory, plus a few MB per vcpu.<br />
shadow_memory = 32<br />
acpi = 1<br />
apic = 1<br />
disk =	['file:/home/xen/domains/win7-01/hda.img,ioemu:hda,w',<br />
	 'file:/home/xen/disks/Windows_7_x64.iso,ioemu:hdc:cdrom,r'<br />
	]<br />
boot = 'c';<br />
device_model = '/usr/' + arch_libdir + '/xen/bin/qemu-dm'<br />
sdl=0<br />
vnc=1<br />
vncconsole=0<br />
vncpasswd=''<br />
serial='pty'<br />
gfx_passthru=0<br />
pci=['05:00.0','02:00.0,1','01:06.0']<br />
usb = 1</code></p>
<p>Wenn das Image („hda.img“, eine leere Datei) vorhanden ist, lässt sich das Windows mit Hardwarebeschleunigung auch schon vom DVD-iso installieren. Fertig.</li>
</ol>
<p>Ich habe Windows auch noch eine eigene Soundkarte und eine Netzwerkkarte spendiert. Sound, da ich keine Windows-Treiber für die emulierten Karten finden konnte und Netzwerk, damit sich beide Geräte nicht den Trafic wegnehmen. Das Resultat liefert eine ähnliche Performance wie Windows direkt auf der Hardware – die gefühlte Lesegeschwindigkeit von der Festplatte ist (wohl dank Imagefile, welches man im Ram precachen kann) etwas schneller, die Gesamtperformance aber etwas schlechter (sprich: kürzere Ladezeiten aber etwas weniger FPS). Insgesamt ist es eine erwähnenswerte Alternative zum klassischen Dualboot – allein weil man ohne Wartezeit umschalten kann.</p>

<ol class="footnotes">
	<li class="footnote" id="windows-mit-hardware-3d-in-der-vm-n-1"><strong><sup>[1]</sup></strong> Windows nur zum Zocken. <a class="note-return" href="#to-windows-mit-hardware-3d-in-der-vm-n-1">&#x21A9;</a></li>
	<li class="footnote" id="windows-mit-hardware-3d-in-der-vm-n-2"><strong><sup>[2]</sup></strong> Alle angegebenen Dateinamen sind für Fedora gültig, das ich selbst benutze. Angaben für Ubuntu werde ich mit dem Release von „Precise Pangolin“ (12.04) ergänzen, da der momentan von Ubuntu genutzte Kernel noch Handarbeit erfordert. <a class="note-return" href="#to-windows-mit-hardware-3d-in-der-vm-n-2">&#x21A9;</a></li></ol>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Datenschutz-Mythen</title>
		<link>http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/2012/02/datenschutz-mythen/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 11:46:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrik Schönfeldt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Planet VDVC]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Debatte um Datenschutz im Internet, insbesondere in sozialen Netzwerken, ist geprägt von Ängsten. Das mag mit der allgemeinen angst vor den Unbekannten zu tun haben, aber auch damit, dass „das Internet“ diffus, nicht stofflich, nicht greifbar erscheint. Wenn wir eine Gefahr nicht sehen, nicht abschätzen können, erscheint sie uns besonders groß. Dieses allgemeine Problem<a href="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/2012/02/datenschutz-mythen/"> Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Debatte um Datenschutz im Internet, insbesondere in sozialen Netzwerken, ist geprägt von Ängsten. Das mag mit der allgemeinen angst vor den Unbekannten zu tun haben, aber auch damit, dass „das Internet“ diffus, nicht stofflich, nicht greifbar erscheint. Wenn wir eine Gefahr nicht sehen, nicht abschätzen können, erscheint sie uns besonders groß.</p>
<p>Dieses allgemeine Problem wird jedoch verstärkt durch weitere (aktive) Verwirrung der Nutzer durch Datensammler wie Datenschützer. Das geschieht so eindringlich, dass sich mindestens zwei Mythen bereits tief im Bewusstsein der Bevölkerung eingegraben haben.</p>
<p><strong>Das Netz vergisst nie.</strong><br />
<div id="attachment_282" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/error_404.png"><img class="size-medium wp-image-282" title="error_404" src="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/error_404-300x184.png" alt="" width="300" height="184" /></a><p class="wp-caption-text">404: File has been forgotten.</p></div>
<p>Dinge, die im Netz allen zugänglich gemacht werden, sind schwierig unter Kontrolle zu halten. Findet jemand die Information – aus welchen Gründen auch immer – interessant und kopiert sie, entzieht sich das Datum schnell dem eigenen Einflussbereich. Man kann keine Daten von Fremdrechnern löschen – und das ist auch gut so. Selber wollte man auch nicht, dass Daten auf dem eigenen Computer einfach so verschwinden, nur weil irgendjemand anderes das so will<sup>[<a href="#datenschutz-mythen-n-1" class="footnoted" id="to-datenschutz-mythen-n-1">1</a>]</sup>. Es ist übrigens auch so, dass man niemanden dazu zwingen kann, etwas gesehenes zu vergessen: Wer sich auf der Betriebsfeier daneben benimmt, kann keinen Anspruch geltend machen, dass die Kollegen nicht mehr daran denken.</p>
<p><span id="more-270"></span></p>
<p>Diese Analogie ist aber auch in umgekehrter Richtung sehr passend. Ähnlich wie die Erinnerungen nach und nach verblassen, vergisst auch das Internet mit der Zeit: So sind Inhalte von vor einigen Jahren kaum noch zu finden. (Dazu gehören zum Glück fast alle „auf den Internet-Explorer optminierten“ Webseiten.) So gesehen hat das Internet viel Ähnlichkeit mit einem Menschen: Was nicht (mehr) interessiert, wird vergessen. Ganz von allein. Aktiv vergessen kann man nicht. Und was passiert, wenn besondere Umstände dafür sorgen, dass man nicht mehr auf Wissen zurückgreifen kann, weiß Sigmund Freud zu erklären<sup>[<a href="#datenschutz-mythen-n-2" class="footnoted" id="to-datenschutz-mythen-n-2">2</a>]</sup>.</p>
<p><strong>Privatsphäre im Netz</strong><br />
<div id="attachment_288" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/facebook-privat.png"><img src="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/facebook-privat-300x225.png" alt="" title="facebook-privat" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-288" /></a><p class="wp-caption-text">Privatsphäre im Netz: Mehr Schein als Sein.</p></div>
<p>Große soziale Netzwerke bieten uns sogenannte „Privatsphäre-Einstellungen“ an, in denen wir festlegen können, wer Zugriff auf unsere Daten haben soll. Grundsätzlich sollte klar sein, dass jede Einstellung außer „alle“ schon aus technischen Gründen falsch ist: Mindestens der Betreiber, also beispielsweise Facebook oder Google, hat zusätzlich zugriff auf die Daten – und nutzt diese zum Beispiel zu Werbezwecken. Gleiches gilt für alle Stellen, welche von den Daten passiert werden, also Provider, etc.<sup>[<a href="#datenschutz-mythen-n-3" class="footnoted" id="to-datenschutz-mythen-n-3">3</a>]</sup> Aber selbst wenn man dieses – vielleicht schon technische – Detail außer Acht lässt, kann man im Internet nur sehr bedingt von Privatsphäre sprechen. Alles, was wir im Internet tun und kommunizieren, wird aufgezeichnet. Und selbst wenn diese Daten nicht ausgewertet werden, und nur ein begrenzter Personenkreis zugriff darauf hat, bleibt die Möglichkeit, dass jeder einzelne „private“ Moment 1:1 nach außen gekehrt wird. Man kann nicht nur ausplaudern, was eigentlich vertraulich gedacht war, man kann den genauen Wortlaut veröffentlichen.</p>
<p>Somit ist herrscht selbst in einem Internet, welches nach den Vorstellungen der schärfsten Datenschützer konzipiert wurde, eine Privatsphäre wie direkt unter einer Überwachungskamera – zu deren Aufzeichnungen aber nur die eigenen Freunde Zugriff haben. In wie fern man das als privat ansehen möchte, ist jedem selbst überlassen. Einen Einblick, wie dieses Maximalmaß erreicht werden kann, zeigt die Free Software Foundation. Dort werden die Daten der Mitglieder zwar online verwaltet, allerdings werden sie blind geändert und nicht einmal dem Mitglied selbst im Webinterface angezeigt. Dort heißt es:</p>
<blockquote><p>Although we try to make this website as safe as possible, no website will ever be considered &#8220;secure for personal data&#8221; by us. That is why the system running this website does not store your personal data. All data are stored on another machine that is both physically and network-wise secured. For that reason, it is not possible to show your settings on this page.</p></blockquote>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Im Internet ist ein Maß an Privatsphäre, wie wir es offline gewöhnt sind, nicht mit dem Komfort zu erreichen, den die meisten Nutzer einfordern. De Facto handelt es sich bei „Privatsphäre-Einstellungen“ um Augenwischerei, die dem Nutzer eine nicht vorhandene Vertraulichkeit suggerieren soll, damit er mehr Daten Preis gibt, als er sonst würde. Eine Veröffentlichung nur für eine begrenzte Gruppe ist nur schwer machbar<sup>[<a href="#datenschutz-mythen-n-4" class="footnoted" id="to-datenschutz-mythen-n-4">4</a>]</sup>. Da das Netz aber entgegen dem etablierten Mythos sehr wohl vergisst, sind die Folgen wahrscheinlich nicht so schlimm, wie uns einige Menschen glauben machen wollen. Der Schritt jedoch, aus diesen Erkenntnissen eine Post-Privacy-Bewegung zu begründen, in der man alles nach außen kehrt, ist mindestens gewagt. Nur, weil es im Internet keine Privatsphäre gibt, muss man sie nicht auch sonst abschaffen.</p>

<ol class="footnotes">
	<li class="footnote" id="datenschutz-mythen-n-1"><strong><sup>[1]</sup></strong> Auf die zweifelhaften „Möglichkeiten“ von DRM möchte ich hier nicht eingehen, da sie den meisten Menschen ohnehin nicht zur Verfügung stehen. <a class="note-return" href="#to-datenschutz-mythen-n-1">&#x21A9;</a></li>
	<li class="footnote" id="datenschutz-mythen-n-2"><strong><sup>[2]</sup></strong> Womöglich lassen sich sogar Parallelen zwischen der Verdrängung und dem Streisand-Effekt belegen. <a class="note-return" href="#to-datenschutz-mythen-n-2">&#x21A9;</a></li>
	<li class="footnote" id="datenschutz-mythen-n-3"><strong><sup>[3]</sup></strong> Über Ende-zu-Ende-Verschlüsselung werde ich wohl demnächst mal schreiben. Ein Anlass dazu wird sich bestimmt bald ergeben. <a class="note-return" href="#to-datenschutz-mythen-n-3">&#x21A9;</a></li>
	<li class="footnote" id="datenschutz-mythen-n-4"><strong><sup>[4]</sup></strong> Auch hier wären wir wieder beim Thema DRM. Und wenn man auf den Versuch von nach Ländern gestaffelten Releasedaten schaut, sieht man, dass auch dieser Versuch selbst bei gigantischen Budgets nur sehr begrenzt funktioniert. <a class="note-return" href="#to-datenschutz-mythen-n-4">&#x21A9;</a></li></ol>
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		<title>Skyrim: Abenteuer zu Weihnachten</title>
		<link>http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/2011/12/skyrim-abenteuer-zu-weihnachten/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 15:58:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrik Schönfeldt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Games]]></category>
		<category><![CDATA[DRM]]></category>
		<category><![CDATA[Lizenz]]></category>
		<category><![CDATA[Planet VDVC]]></category>
		<category><![CDATA[Skyrim]]></category>

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		<description><![CDATA[Um parallel zu laufenden Vorlesungen und abzugebenden Übungsblättern der Versuchung leichter widerstehen zu können, habe ich mir Skyrim zu Weihnachten gewünscht. Der Plan ging auf und schon kurz nach der Bescherung landete der Soundtrack im CD-Player. Und auch wenn das Spiel erst am ersten Weihnachtstag starten wollte, weil die Installation von DVD fehl schlug und<a href="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/2011/12/skyrim-abenteuer-zu-weihnachten/"> Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um parallel zu laufenden Vorlesungen und abzugebenden Übungsblättern der Versuchung leichter widerstehen  zu können, habe ich mir Skyrim zu Weihnachten gewünscht. Der Plan ging auf und schon kurz nach der Bescherung landete der Soundtrack im CD-Player. Und auch wenn das Spiel erst am ersten Weihnachtstag starten wollte, weil die Installation von DVD fehl schlug und Steam sämtliche Daten aus dem Netz zog<sup>[<a href="#skyrim-abenteuer-zu-weihnachten-n-1" class="footnoted" id="to-skyrim-abenteuer-zu-weihnachten-n-1">1</a>]</sup>, ging das Abenteuer mit einem geradezu epischen Monolog schon vor der Installation los, mit der EULA, die in einem ausgedruckt 27-seitigen Text präsentiert wurde:<span id="more-244"></span></p>
<blockquote><p>
PLEASE SCROLL DOWN TO FIND THE EULA APPLICABLE TO YOU.</p>
<p>EULA applicable to residents of North and South America:<br />
LIMITED SOFTWARE WARRANTY AND LICENSE AGREEMENT<br />
[…]</p>
<p>EULA applicable to residents of the United Kingdom and territories properly receiving the UK export version of the Software.<br />
LIMITED SOFTWARE WARRANTY AND LICENSE AGREEMENT.<br />
[…]</p>
<p>EULA applicable to residents of Australia and New Zealand:<br />
LIMITED SOFTWARE WARRANTY AND LICENSE AGREEMENT.<br />
[…]</p>
<p>EULA applicable to residents of France:<br />
ACCORD DE LICENCE ET GARANTIE LIMITEE DU LOGICIEL.<br />
[…]</p>
<p>EULA applicable to residents of Italy:<br />
GARANZIA LIMITATA DEL SOFTWARE E CONTRATTO DI LICENZA.<br />
[…]</p>
<p>EULA applicable to residents of Germany:<br />
LIZENZ- UND GARANTIEBEDINGUNGEN<br />
[…]</p>
<p>EULA applicable to residents of Spain:<br />
ACUERDO DE LICENCIA y GARANTÍA LIMITADA DEL SOFTWARE.<br />
[…]
</p></blockquote>
<p>Diesen Ansatz kann man durchaus als kreativ bezeichnen, und auch wenn hier offenbar Wert auf die (auch inhaltliche!) Lokalisierung gelegt wurde, hat das Vorgehen bei mir für reichlich Kopfschütteln gesorgt. Allein die kleine Textbox macht es schwierig, die korrekte Version überhaupt zu finden. (Es existieren nicht einmal Sprungmarken zu den jeweiligen Fassungen.)</p>
<p>Neben der Form sind auch einige Punkte bemerkenswert – und zwar teils negativ, teils positiv:</p>
<blockquote><p>Der Kunde darf das gelieferte Spiel auf jeder ihm zur Verfügung stehenden Hardware […] einsetzen. Wechselt der Kunde jedoch die Hardware, muß er das Spiel von der bisher verwendeten Hardware löschen.</p></blockquote>
<p>Diese Aussage dürfte dem Sinn von Steam widersprechen. Das Spiel bietet sogar ein Feature an, dass die Spielstände auf mehreren Rechnern synchron gehalten werden. Welchen Sinn sollte das haben, wenn man das komplette Spiel immer wieder löschen sollte, wenn man den Computer wechselt?</p>
<blockquote><p>Die Entfernung des Kopierschutzes ist unzulässig. Nur wenn der Kopierschutz die störungsfreie Spielnutzung beeinträchtigt oder verhindert […] darf der Kopierschutz zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit des Spiels entfernt werden.</p></blockquote>
<p>Auch wenn Betehsda hier noch einige Voraussetzungen<sup>[<a href="#skyrim-abenteuer-zu-weihnachten-n-2" class="footnoted" id="to-skyrim-abenteuer-zu-weihnachten-n-2">2</a>]</sup> erfüllt wissen möchte, ist dieser Abschnitt lobenswert. Er stellt nämlich sicher, dass man Skyrim auch in zehn Jahren noch nutzen darf. Hätte man das Recht nicht, könte man das Spiel nicht mehr benutzen, wenn Steam eines Tages abgeschaltet werden sollte.</p>
<blockquote><p>Gerichtsstand für sämtliche Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem von diesen Lizenz- und Garantiebedingungen erfassten Vertragsverhältnis zwischen dem Eigentümer und dem Kunden ist- London, England. Der Eigentümer ist jedoch berechtigt, den Kunden auch an seinem allgemeinen Gerichtsstand zu verklagen.</p></blockquote>
<p>Die Ansicht, den Gerichtsstand ins Ausland zu verlagern, kennen wir ja bereits von EA. Schade, dass es immer wieder versucht wird…</p>
<p>Insgesamt ist die EULA inhaltlich deutlich besser als das, was <a href="http://vdvc.de/2011/12/01/origin-ea-mitarbeiter-horen-zu-und-notieren-forderungen/">in letzter Zeit diskutiert</a> wird. Es bleiben aber deutliche Schwächen – vor allem die Präsentation ist unübersichtlich wie die Gebirgszüge von Skyrim.</p>

<ol class="footnotes">
	<li class="footnote" id="skyrim-abenteuer-zu-weihnachten-n-1"><strong><sup>[1]</sup></strong> <a href="http://www.pcgameshardware.de/aid,854874/Tipp-Skyrim-installiert-nicht-von-der-DVD-sondern-will-das-Spiel-bei-Steam-herunterladen/Rollenspiel-Adventure/Test/">Diese Anleitung</a> habe ich leider zu spät gelesen. <a class="note-return" href="#to-skyrim-abenteuer-zu-weihnachten-n-1">&#x21A9;</a></li>
	<li class="footnote" id="skyrim-abenteuer-zu-weihnachten-n-2"><strong><sup>[2]</sup></strong> U.a. muss zuerst ein Bugreport geschrieben werden. <a class="note-return" href="#to-skyrim-abenteuer-zu-weihnachten-n-2">&#x21A9;</a></li></ol>
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		<title>WiHack 2011</title>
		<link>http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/2011/11/wihack-2011/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 13:46:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrik Schönfeldt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Games]]></category>
		<category><![CDATA[Planet VDVC]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Entwicklertreffen, die ich bisher besucht habe, waren am ehesten mit „Keynote“ zu bezeichnen. Meist gab es Vorträge über geplante Veränderungen, notwendige Entwicklungsschritte und Diskussionen über den weiteren Weg des jeweiligen Projekts. Und auch, wenn der Name des WiHacks schon in eine andere Richtung deutet, hatte ich auch beim Entwicklertreffen von Widelands mit etwas ähnlichem<a href="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/2011/11/wihack-2011/"> Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Entwicklertreffen, die ich bisher besucht habe, waren am ehesten mit „Keynote“ zu bezeichnen. Meist gab es Vorträge über geplante Veränderungen, notwendige Entwicklungsschritte und Diskussionen über den weiteren Weg des jeweiligen Projekts. Und auch, wenn der Name des WiHacks schon in eine andere Richtung deutet, hatte ich auch beim Entwicklertreffen von <a href="http://wl.widelands.org">Widelands</a> mit etwas ähnlichem gerechnet.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 266px"><a href="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/WiHack2011-Whiteboard.jpg"><img title="WiHack – Whiteboard" src="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/WiHack2011-Whiteboard-256x192.jpg" alt="" width="256" height="192" /></a><p class="wp-caption-text">Whiteboard und Tiefkühlpizza</p></div>
<p>Die Wirklichkeit sah dann aber ganz anders aus. Als ich am Samstagnachmittag bei der dreitägigen Veranstaltung (Freitag bis Sonntag) aufschlug, existierte zwar eine Liste mit der Überschrift „Discussions“, doch um die Erörterung der einzelnen Punkte habe man sich bisher herumgedrückt. Stattdessen war man besonders stolz auf die verschiedenfarbigen Striche, von denen jeder für einen ausgemerzten Fehler im Spiel steht. Der WiHack ist auf den ersten Blick also eher eine „Bug Squashing Party“. Wenn man darüber nachdenkt, ist das beim sehr fortgeschrittenen Entwicklungsstand auch nicht weiter verwunderlich, schließlich ist schon überdeutlich, wie das Spiel werden soll.<br />
<span id="more-210"></span><br />
Auf den zweiten Blick jedoch fällt auf, dass auch an neuen Features gearbeitet wird. Zudem geben die fünf anwesenden <a href="http://wl.widelands.org/news/2011/11/6/wihack-blog-third-day/">Mitglieder des Widelands-Teams</a> Auskunft bei Fragen und helfen nebenbei beim Einstieg in die komplexe Materie der Programmentwicklung. Hierbei ist freilich Eigeninitiative gefragt, ein Programmierkurs wird nicht geboten, doch die grundlegenden Konzepte werden schnell am Whiteboard skizziert.</p>
<p>Die Stimmung, die laut den Anwesenden ein Hauptgrund für das Treffen darstellt, war kreativ, locker und konstruktiv zugleich. Zwischen Tiefkühlpizza und Mate-Limonade freute man sich über neue Scrollbars, und gab mindestens einem Interessierten Installationshilfe. Ein grober Zeitplan, was wann gemacht werden soll, wäre sicherlich (vor allem für Außenstehende) eine gute Idee gewesen. Kleine Einführungen und Diskussionen zu Versionsverwaltung, Spielmechnik und Konzepten fanden auf diese Weise eher nebenbei statt – hätten aber mit Ankündigung vielleicht noch ein paar neue Leute anlocken können. Aber schließlich ist es auch der Wi<em>Hack</em> und weder die Wi<em>Keynote</em> noch das W<em>Intro</em>.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/WiHack2011-Gruppenfoto.jpg"><img title="WiHack2011-Gruppenfoto" src="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/WiHack2011-Gruppenfoto-512x384.jpg" alt="" width="512" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">In gemütlicher Runde gibt es frisch Gehacktes</p></div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/WiHack2011-Pointer.jpg"><img class=" " title="WiHack2011-Pointer" src="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/WiHack2011-Pointer-512x384.jpg" alt="" width="512" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Nomeata testet den neuen klickenden Curser</p></div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/WiHack2011-Editor.jpg"><img class=" " title="WiHack2011-Pointer" src="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/WiHack2011-Editor-512x384.jpg" alt="" width="512" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Kristin begutachtet alle Levels im Editor</p></div>

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		<title>Außer Konkurrenz: Piratenkriege</title>
		<link>http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/2011/10/ausser-konkurrenz-piratenkriege/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 07:37:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrik Schönfeldt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Games]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenkriege]]></category>
		<category><![CDATA[Planet VDVC]]></category>
		<category><![CDATA[Verein]]></category>

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		<description><![CDATA[Spätestens seit der Verbreitung von Facebook überschwemmen Browsergames das Web. Und während man früher gelegentlich im richtigen Moment auf einen Link klicken musste, um dann in einer HTML-Tabelle Erfolg oder Misserfolg vorgerechnet zu bekommen, werden heute zumeist 2D-Echtzeit-Spiele in Flash oder anderer „moderner“ (oder zumindest leistungshungriger) Webtechnik umgesetzt. Die technisch ältere Generation hat kaum noch<a href="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/2011/10/ausser-konkurrenz-piratenkriege/"> Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Spätestens seit der Verbreitung von Facebook überschwemmen Browsergames das Web. Und während man früher gelegentlich im richtigen Moment auf einen Link klicken musste, um dann in einer HTML-Tabelle Erfolg oder Misserfolg vorgerechnet zu bekommen, werden heute zumeist 2D-Echtzeit-Spiele in Flash oder anderer „moderner“ (oder zumindest leistungshungriger) Webtechnik umgesetzt. Die technisch ältere Generation hat kaum noch Mitspieler, ein wirtschaftlicher Betrieb lohnt kaum noch.<span id="more-171"></span></p>
<p>Und damit sind wir bei dem Dilemma, dass uns bei (Ex-) Offline-Spielen mit DRM-Fußfessel noch bevorsteht. Die Programme verschwinden nicht nur vom Markt, sondern werden komplett aus der Geschichte getilgt. Da es für den Spieler daheim keine Möglichkeit zur Archivierung gibt, man nicht einfach nach Jahren wieder seine alten CDs raus kramen kann, bedeutet das Ende des Supports auch das Ende der Existenz des Spiels an sich.</p>
<p>Mit eben diesem Problem sahen sich die noch verbliebenen Nutzer von Piratenkriege konfrontiert. Das Spiel wurde von Betreiber zu Betreiber weitergereicht und stand kurz vor der Abschaltung. Da man aber nach jahrelangen gemeinsamen Matches viele Freunde gefunden hat und einem viel an diesem verbindenden Element liegt, war das Ende keine Option. So gab sich Benjamin Hinz einen Ruck und kaufte den Code ein letztes Mal – um <a href="http://pk-verein.de/2011/07/hauptseit/">mit der Community einen Browsergame-Verein zu gründen</a>, der das Spiel (nun nicht mehr gewinnorientiert) betreiben und weiterentwickeln soll.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/pk-header2.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-180" title="pk-header" src="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/pk-header2.png" alt="Header des Browsergames Piratenkriege" width="621" height="151" /></a></p>
<p>Damit wagt die Gemeinschaft einen komplett neuen Ansatz. Kleine Gruppen, die ihr eigenes (oftmals leider nicht all zu gut funktionierendes) Browsergame entwickeln, gibt es zwar, doch diese organisieren sich kaum. Zudem hat Piratenkriege in seiner Hochzeit schon bewiesen, dass die Spielmechanik funktioniert.</p>
<p>Was genau macht dieser Verein nun? Einen Browsergame-Zombie am Leben zu halten, lohnt doch den Aufwand nicht<sup>[<a href="#ausser-konkurrenz-piratenkriege-n-1" class="footnoted" id="to-ausser-konkurrenz-piratenkriege-n-1">1</a>]</sup>. Und eben hier wird es spannend. Es besteht die Möglichkeit, das Spiel abseits des Kommerzes in eine neue Richtung zu entwickeln. Die kommerzielle Konkurrenz muss sich streng an ein Geschäftsmodell halten – genau das hat Piratenkriege nun hinter sich. Momentan gibt es zur Finanzierung zwar noch Premium-Accounts gegen Geld, doch die Mitglieder werden bereits in die Weiterentwicklung einbezogen, wirken aktiv mit und haben nicht nur beratende Funktion. Auf diese Weise wird auch eine von den Mainstream-Spielen nicht erschlossenes Publikum angesprochen: Der technisch begeisterte Nutzer. Finanziell würde sich die Beachtung dieser Zielgruppe wohl kaum lohnen, aber darüber ist man nun ja hinaus. Und seien wir mal ehrlich: Wer sonst würde sich schon für Webanwendungen interessieren, deren Aussehen und Funktionsweise man nur mit einer gewissen Technikaffinität als „Retrocharme“ durchgehen lassen kann?</p>
<p>Ein dazu passender Ansatz ist auch die Kombination des Spielbetriebs mit einem Bildungsauftrag. Als ersten Schritt hat sich Benjamin schon als Referent auf der <a href="http://vdvc.de/2011/09/05/lange-nacht-der-spielkultur/">Langen Nacht der Spielkultur</a> versucht – und über technische Hintergründe des Spielbetriebs aufgeklärt. Auch auf den Treffen des Vereins sollen in Zukunft Workshops und Kurse zu Themen der Webanwendungsentwicklung angeboten werden. Die mit dem Spiel beschäftigten Personen entwickeln in diesem Bereich ja eine gewisse Erfahrung, die sie auch weitergeben können. Zum anderen werden auf diese Weise auch bisher weniger erfahrene Spieler befähigt, wirklich an Entwicklung und Betrieb mitzuwirken. Diese Gelegenheit ist bisher selten und führt hoffentlich dazu, dass sich weitere Personen in den noch jungen Verein einbringen.</p>

<ol class="footnotes">
	<li class="footnote" id="ausser-konkurrenz-piratenkriege-n-1"><strong><sup>[1]</sup></strong> Das wäre selbst bei den aktuellen Spielerzahlen noch für ein paar Euro pro Nase bezahlbar. <a class="note-return" href="#to-ausser-konkurrenz-piratenkriege-n-1">&#x21A9;</a></li></ol>
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		</item>
		<item>
		<title>Good Game!?! (92% kulturell wertvoll)</title>
		<link>http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/2011/06/good-game-92-kulturell-wertvoll/</link>
		<comments>http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/2011/06/good-game-92-kulturell-wertvoll/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 18:31:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrik Schönfeldt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Games]]></category>
		<category><![CDATA[Planet VDVC]]></category>

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		<description><![CDATA[Videospiele gibt es viele, gemessen an ihrem Bespaßungsfaktor sogar viele gute. Um dieser Flut Herr zu werden, hat sich ein ganzer Zoo an Metamedien etabliert. Diese versuchen, für den Nutzer zu analysieren, welche Machwerke die begrenzte Freizeit des Gamers wert sind: Überragende gibt es definitionsgemäß nur wenige. Da wir in einer Welt der Zahlen, Tabellen<a href="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/2011/06/good-game-92-kulturell-wertvoll/"> Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Videospiele gibt es viele, gemessen an ihrem Bespaßungsfaktor sogar viele gute. Um dieser Flut Herr zu werden, hat sich ein ganzer Zoo an Metamedien etabliert. Diese versuchen, für den Nutzer zu analysieren, welche Machwerke die begrenzte Freizeit des Gamers wert sind: Überragende gibt es definitionsgemäß nur wenige. Da wir in einer Welt der Zahlen, Tabellen und Fakten leben, wird der Spielspaß gemessen – wahlweise in Prozent oder in Schulnoten.</p>
<p>Man mag von diesem Vorgehen halten, was man will, doch gerecht werden sie dem Videospiel als Kulturgut nicht. Etabliert ist es dennoch, nicht nur bei interaktiven Medien: Fernsehzeitschriften setzen auf ein ähnliches System, welches teilweise sogar mit nur drei Abstufungen auskommt: In rot, rosa oder grau signalisieren Daumen oder Sterne, für wie sehenswert die Redaktionen das allabentliche Programm halten. Doch für kein Medium helfen diese Ergebnisse weiter, wenn man Wert auf die Geschichte – auf den vermittelten Inhalt – legt. Selbst umfangreichere Teasertexte, die Teile der Geschichte für die Einschätzung vorweg nehmen, helfen hier nicht weiter: Wenn ein Werk nicht glaubwürdig und atmosphärisch umgesetzt ist, kommt der beste Plot nicht an.</p>
<p>Am deutlichsten helfen hier die (meist viel zu kurzen) Kommentare und Fazits der Tester. Ein „Wer das Hirn abschaltet und sich auf die abstruse Science-Fiction-Handlung einlassen mag, kann getrost zugreifen“ sagt mehr aus, als jede Zahl es je könnte. Nur leider bleiben diese Beschreibungen oft minimal, mehrere Sichtweisen innerhalb einer Publikation sind zudem den Top-Titeln (in Prozent, Schulnoten, etc.) vorbehalten. Und hier endet das Dilemma: Diese Wertungen sind an maximaler Bespaßung ausgerichtet.</p>
<p>Der noch recht junge Spielertyp des Story-Gamers braucht auch die Möglichkeit, die Geschichte an einem Stück – oder zumindest in angemessener Zeit – zu erleben. Ein einfacher Schwierigkeitsgrad kommt dieser neuen Gruppe eher entgegen, ebenso wie relativ kurze Spielzeiten. Die Zielgruppe klassischer Gamesmedien wäre damit aber unterfordert und sieht sich mit zu wenig Spiel fürs Geld fast schon betrogen. Somit ist es für den vor allem kulturell interessieren Gamer sehr schwer, die passenden Inhalte zu finden. Und die (Not-) Lösung ist verpönt: „Herausforderung? Lieber Godmode!“</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Sony und der gläserne Gamer</title>
		<link>http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/2011/05/sony-und-der-glaserne-gamer/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 May 2011 08:28:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrik Schönfeldt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Games]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[DRM]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Planet VDVC]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Sony]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor über zwei Wochen wurden Sony die Daten von rund 77 Millionen Kunden gestohlen, um weiteren Schaden zu vermeiden wurde das PlayStation Network kurzerhand vom Netz getrennt. Die Abschaltung bemerkten die Kunden sofort: Sie konnten unter anderem online erworbene Medien nicht mehr nutzen. Den Grund, das Datenleck, gab Sony erst eine Woche später zu. Und<a href="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/2011/05/sony-und-der-glaserne-gamer/"> Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor über zwei Wochen wurden Sony die Daten von rund 77 Millionen Kunden gestohlen, um weiteren Schaden zu vermeiden wurde das <em>PlayStation Network</em> kurzerhand vom Netz getrennt. Die Abschaltung bemerkten die Kunden sofort: Sie konnten unter anderem online erworbene Medien nicht mehr nutzen. Den Grund, das Datenleck, gab Sony erst eine Woche später zu. Und man gelobte Besserung: Man wollte einen Sicherheitschef einstellen. Den Kunden wurde als Entschädigung ein Monat <em>PlayStation-Plus-Service</em> geschenkt. Jetzt, kurz vor dem geplanten Neustart des Netzwerks, musste Sony den Verlust weiterer Kundendaten zugeben: Betroffen sind knapp 25 Millionen PC-Accounts von <em>Sony Online Entertainment</em>-Spielen. Die SOE-Systeme wurden gestern heruntergefahren. Insgesamt sind also etwa 100 Millionen Datensätze entwendet worden.</p>
<p>Bei den entwendeten Daten handelt es sich <a href="http://www.gamestar.de/spiele/dc-universe-online/news/sony_online_entertainment_hack,44494,2322639.html">laut Gamestar</a> um Namen, Geburtsdaten, Adressen, E-Mail-Adressen sowie zum Teil Konto- und Kreditkarteninformationen der Benutzer. Die <em>Digitale Gesellschaft</em> fordert als Reaktion hierauf <a href="http://digitalegesellschaft.de/2011/05/sony-und-co-verstoesse-gegen-datensicherheit-und-datenschutz/">harte Strafen bei Datenlecks</a>: Kunden sollen Recht auf Sammelklage bekommen und Konzerne das Risiko ihrer „Datenschutzschlampereien“ selbst tragen. Berechtigte Forderungen.</p>
<p>Doch zwei Fragen wurde bisher noch nicht gestellt: Wofür braucht Sony die ganzen Daten? Und: Warum geben die Nutzer sie her? Datensammelei ist in: Vorratsdatenspeicherung, Volkszählung, Facebook, PayBack, Google, jeder sammelt, je mehr, desto besser. Wissen ist Macht. Und selbst wenn es sich die Datenhalde doch als unnützes Wissen herausstellen sollte, stört es nicht weiter. Daten sind billig und Datensammelei stört kaum jemanden; die Nutzer können es gar nicht abwarten, ihre Daten los zu werden: Hier ne Kundenkarte, da ein Probeabo, dort ein „Like“. Aus Bequemlichkeit werden die Kreditkartendaten online gespeichert. Man könnte fast sagen: Es musste so kommen. Da rieseln sie nun, die Kundendaten. Die Kontrolle ist verloren. Und ändern will eigentlich auch niemand etwas: Sony hätte besser aufpassen sollen, stellt nun einen neuen Aufpasser für den Datenberg ein. Noch heißt es also: Weiter so!</p>
<p><div id="attachment_119" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/05/trophy.png"><img src="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/05/trophy-300x66.png" alt="" title="Data Trophy" width="300" height="66" class="size-medium wp-image-119" /></a><p class="wp-caption-text">User geben ihre Daten bereitwillig her</p></div><br />
Die Forderungen nach härteren Strafen für Datenlecks, nach leichter zu erreichendem Schadensersatz, mögen nach Rache klingen, nach blutiger Vergeltung. Doch sie könnten ein Weg sein, Skandale wie diesen in Zukunft im Vornherein zu vermeiden. Die Industrie reicht den eigenen Kunden den verbotenen Apfel: Wer die Hosen nicht runter lässt, darf nicht mitspielen. Wenn die Vertreibung des Nutzers aus dem Paradies Privatsphäre die Konzerne plötzlich etwas kostet, könnte deren Wissbegierde in Zukunft abnehmen. Wofür muss Sony überhaupt wissen, wo ich wohne?</p>
<p>Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) möchte zu diesem Zweck ein Datenschutz-Siegel einführen. <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Politiker-fordern-besseren-Datenschutz-bei-Sony-und-Apple-1236948.html">Laut Heise meint sie</a>, die Unternehmen würden mehr auf Datenschutz und -sicherheit achten, wenn sie durch eine Herabstufung beim Datenschutzsiegel massive Einbußen bei den Kundenzahlen und beim Renommee fürchten müssen. Malte Spitz (Grüne) fordert auf Twitter eine grundsätzliche <a href="http://twitter.com/#!/maltespitz/status/65675659510431745">Abkehr von der Datenanhäufung</a>. Doch das ist nur zu erreichen, wenn das Durchleuchten der Kunden einen merklichen wirtschaftlichen Schaden erzeugt. Sei es durch hohe Strafen bei (unvermeidlichen) Datenlecks, sei es durch fernbleibende Kunden.</p>
<p>Solange es keine Regelung gibt, die unnötige Datenhalden bestraft, muss sich der Nutzer selber genau eine Frage stellen: Warum muss ich meine Daten überall eintragen? Vielleicht kann der Datenskandal hier zu einem Umdenken führen. Wenn wir aber nur auf Sony zeigen und unsere Daten weiter fröhlich in Die Welt blasen, wird sich nichts ändern. In diesem Sinne sind wir auch alle ein bisschen selber Schuld.</p>

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