<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Demokratie &#8211; Patriks Blog</title>
	<atom:link href="https://patrikschoenfeldt.de/tag/demokratie/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://patrikschoenfeldt.de</link>
	<description>cat /dev/brain &#62;&#62; /www/blog</description>
	<lastBuildDate>Wed, 13 Jul 2016 11:37:28 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.1</generator>
	<item>
		<title>Bundestagswahl 2013:EGAL weiter stärkste Kraft</title>
		<link>https://patrikschoenfeldt.de/2013/09/bundestagswahl-2013-egal-weiter-staerkste-kraft/</link>
					<comments>https://patrikschoenfeldt.de/2013/09/bundestagswahl-2013-egal-weiter-staerkste-kraft/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Patrik Schönfeldt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Sep 2013 05:49:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlrecht]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/?p=527</guid>

					<description><![CDATA[Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis repräsentiert die Fraktion der Nichtwähler „EGAL“ weiter die Mehrheit der Bevölkerung. Zu einer Regierungsbildung wird es allerdings vermutlich nicht kommen: Zusammen mit ihrem favorisierten Koalitionspartner, der Allianz aus „Nicht im Parlament“ und „Außerparlamentarischer Opposition“ (NIP/APO) verfehlen die Urnenverweigerer die absolute Mehrheit deutlich. Vermutlich läuft es auf eine GROßE KOALITION aus &#8230; <a href="https://patrikschoenfeldt.de/2013/09/bundestagswahl-2013-egal-weiter-staerkste-kraft/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Bundestagswahl 2013:<br />EGAL weiter stärkste Kraft</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis repräsentiert die Fraktion der Nichtwähler „EGAL“ weiter die Mehrheit der Bevölkerung. Zu einer Regierungsbildung wird es allerdings vermutlich nicht kommen: Zusammen mit ihrem favorisierten Koalitionspartner, der Allianz aus „Nicht im Parlament“ und „Außerparlamentarischer Opposition“ (NIP/APO) verfehlen die Urnenverweigerer die absolute Mehrheit deutlich.<br />
<figure id="attachment_528" aria-describedby="caption-attachment-528" style="width: 605px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/09/bundestagswahl-2013.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/09/bundestagswahl-2013.png" alt="Ergebnisse der Bundestagswahl 2013" width="605" height="340" class="size-full wp-image-528" srcset="https://patrikschoenfeldt.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/09/bundestagswahl-2013.png 605w, https://patrikschoenfeldt.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/09/bundestagswahl-2013-300x168.png 300w" sizes="(max-width: 605px) 100vw, 605px" /></a><figcaption id="caption-attachment-528" class="wp-caption-text">Ergebnisse der Bundestagswahl 2013</figcaption></figure><br />
Vermutlich läuft es auf eine GROßE KOALITION aus CDU/CSU und SPD hinaus, die zusammen immerhin 50,8% der Bevölkerung repräsentieren. Aber auch eine Minderheitsregierung steht zur Diskussion.</p>
<p>PS: Gratulation an die Gewinner der Wahl. Ich finde es nur außerordentlich schade, dass deutlich über 15% der abgegebenen Stimmen keine Repräsentanz im Bundestag finden. Auch wenn natürlich eine hinreichend legitimierte außerparlamentarische Opposition zumindest ihre Meinung zu Protokoll geben und öffentlich Kund tun kann, wird es Leute geben, die dann beim nächsten Mal nicht zur Wahl gehen. Bitte denkt also über die Abschaffung der 5%-Hürde nach.</p>

]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://patrikschoenfeldt.de/2013/09/bundestagswahl-2013-egal-weiter-staerkste-kraft/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wir sind auch analog dement!</title>
		<link>https://patrikschoenfeldt.de/2012/08/wir-sind-auch-analog-dement/</link>
					<comments>https://patrikschoenfeldt.de/2012/08/wir-sind-auch-analog-dement/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Patrik Schönfeldt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Aug 2012 20:55:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Akzeptanz]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Planet VDVC]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/?p=410</guid>

					<description><![CDATA[Was uns als Medienkompetenz, Lernen am Buch und Hand-Abschriften verkauft wird, bringt tatsächlich uns und unsere Kinder um den Verstand. Eine (Fast-) Replika eines Textes von Manfred Spitzer. Schriftliche Medien machen süchtig und rauben uns den Schlaf. Sie schaden dem Gedächtnis, nehmen uns geistige Arbeit ab und sind deswegen zur Förderung des Lernens im Bildungsbereich &#8230; <a href="https://patrikschoenfeldt.de/2012/08/wir-sind-auch-analog-dement/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Wir sind auch analog dement!</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was uns als Medienkompetenz, Lernen am Buch und Hand-Abschriften verkauft wird, bringt tatsächlich uns und unsere Kinder um den Verstand. Eine (Fast-) Replika eines <a href="http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/gehirn/tid-27059/forschung-und-technik-medizin-wir-sind-bereits-digital-dement_aid_789350.html">Textes von Manfred Spitzer</a><sup>[<a href="#wir-sind-auch-analog-dement-n-1" class="footnoted" id="to-wir-sind-auch-analog-dement-n-1">1</a>]</sup>.</strong></p>
<p>Schriftliche Medien machen süchtig und rauben uns den Schlaf. Sie schaden dem Gedächtnis, nehmen uns geistige Arbeit ab und sind deswegen zur Förderung des Lernens im Bildungsbereich grundsätzlich ungeeignet: Wer etwas aufschreibt, braucht es sich schließlich nicht mehr zu merken. Im Hinblick auf unseren Geist und unseren Umgang miteinander haben sie keine positiven Wirkungen, sondern vielmehr zahlreiche Nebenwirkungen: In Texten wird mehr gelogen und betrogen als in der realen Welt. Wer sich die schriftliche Welt durch Lesen erschließt, kann deutlich schlechter (weil deutlich langsamer) über sie nachdenken als diejenigen, die die reale Welt be-greifen<sup>[<a href="#wir-sind-auch-analog-dement-n-2" class="footnoted" id="to-wir-sind-auch-analog-dement-n-2">2</a>]</sup>. Und wer gelernte Sachverhalte in einer realen Gruppe diskutiert, behält sie besser als jener, der mit anderen darüber Briefe schreibt.</p>
<p><strong>Schriftstücke beeinträchtigen das Sozialverhalten und fördern Ängste und Depressionen</strong><br />
Trotz vielfacher gegenteiliger Behauptungen beeinträchtigt die Nutzung von Texten in der Regel die gezielte Informationssuche und die Selbstkontrolle. Mangelnde Gehirnbildung, vor allem in für Kognition und soziale Funktionen zuständigen Bereichen, führen zu Aufmerksamkeitsstörungen und gesteigerter Depressivität. Die Nutzung schriftlicher Medien in der Grundschule entspricht damit – auf Grund der im Kindesalter besonders großen Formbarkeit des Gehirns – dem Anfixen junger Menschen mit einer gefährlichen Suchtdroge. In England beispielsweise, dem Land mit der höchsten Dichte von schriftlichen Medien in Schulen, waren nach Angaben des dortigen Bildungsministeriums bereits im Jahr 2010 zwölf Prozent aller Schüler lesesüchtig.</p>
<p><strong>Hinzu kommen ganz einfache Lerneffekte durch permanente „Berieselung“ mit bestimmten Inhalten</strong><br />
Sex in den Medien führt zu früherem Sex bei Jugendlichen, Action-Romane animieren zu risikoreicherem Kutschefahren, Alkoholszenen in Kurzgeschichten zu mehr Alkoholkonsum. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Werther-Effekt">Werthers Leiden</a> erhöhten die Selbstmordrate.<sup>[<a href="#wir-sind-auch-analog-dement-n-3" class="footnoted" id="to-wir-sind-auch-analog-dement-n-3">3</a>]</sup> Angesichts all dieser vielfach wissenschaftlich nachgewiesenen negativen Auswirkungen schriftlicher Medien auf Geist und Körper junger Menschen stellt sich die Frage: Warum wollen wir nicht sehen, was täglich vor unseren Augen geschieht? (…)</p>

<ol class="footnotes">
	<li class="footnote" id="wir-sind-auch-analog-dement-n-1"><strong><sup>[1]</sup></strong><del datetime="2016-07-13T11:35:27+00:00">Original erschienen auf der Webseite eines montäglich erscheinenden Magazins. Um die Leistung des Verlags zu schützen, werde ich nicht darauf verlinken.</del> <ins datetime="2016-07-13T11:35:27+00:00">Da der Unsinn mit dem Leistungsschutzrecht sich als Verlustgeschäft für Verlage herausgestellt hat, jetzt doch ein Link.</ins><a class="note-return" href="#to-wir-sind-auch-analog-dement-n-1">&#x21A9;</a></li>
	<li class="footnote" id="wir-sind-auch-analog-dement-n-2"><strong><sup>[2]</sup></strong>Zusammengefasst: Man kann aus Texten nichts lernen. Aber auch gar nichts!<a class="note-return" href="#to-wir-sind-auch-analog-dement-n-2">&#x21A9;</a></li>
	<li class="footnote" id="wir-sind-auch-analog-dement-n-3"><strong><sup>[3]</sup></strong>Zusammengefasst: Man lernt aus Texten nur schlechtes.<a class="note-return" href="#to-wir-sind-auch-analog-dement-n-3">&#x21A9;</a></li></ol>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://patrikschoenfeldt.de/2012/08/wir-sind-auch-analog-dement/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Trennung von Amt und Partei</title>
		<link>https://patrikschoenfeldt.de/2012/04/trennung-von-amt-und-partei/</link>
					<comments>https://patrikschoenfeldt.de/2012/04/trennung-von-amt-und-partei/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Patrik Schönfeldt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 20:50:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anstätze]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Gewaltenteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/?p=324</guid>

					<description><![CDATA[Ein politisches Amt kann Aufgaben und Aufstieg bieten. Werden erstere gut erfüllt, folgt oft letzteres. Doch kommt letzterer zu früh, bleiben offene Baustellen zurück. Für einen Politiker lohnt es sich jedoch persönlich offenbar mehr, sich dem neuen zu zu wenden. Anreiz kann sein, das Prestige des (neuen) Postens zu nutzen, um hierdurch Vorteile zu gewinnen. &#8230; <a href="https://patrikschoenfeldt.de/2012/04/trennung-von-amt-und-partei/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Trennung von Amt und Partei</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein politisches Amt kann Aufgaben und Aufstieg bieten. Werden erstere gut erfüllt, folgt oft letzteres. Doch kommt letzterer zu früh, bleiben offene Baustellen zurück. Für einen Politiker lohnt es sich jedoch persönlich offenbar mehr, sich dem neuen zu zu wenden. Anreiz kann sein, das Prestige des (neuen) Postens zu nutzen, um hierdurch Vorteile zu gewinnen. Ein markantes Beispiel ist wohl Philipp Rösler sein, der zunächst aus der Regierung von Niedersachsen nach Berlin kam, um einen Posten als Gesundheitsminister anzutreten, welches aber nicht mit seinem Aufstieg zum FDP-Chef harmonierte, weshalb er wiederum ins Wirtschaftsresort wechselte.<span id="more-324"></span></p>
<p>Einen Ansatz für das Problem liefern die Grünen, die in ihrer innerparteilichen Arbeit eine (teilweise) <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trennung_von_Amt_und_Mandat">Trennung von Amt und Mandat</a> realisieren. Auf diese Weise kann nicht nur Machtkonzentration verhindert werden, sondern auch der vermeintliche Vorteil eines Postens annihiliert werden: Wer während der Amtsperiode sonst nicht mehr wählbar ist, kann den Vorteil der Öffentlichkeit zumindest nur noch eingeschränkt nutzen. An dieser Stelle allerdings hören die Grünen auf, als Vorbild fungieren zu können. Diese haben den zweiten Effekt offenbar als negative Nebenwirkung gesehen und zur Ära von Joschka Fischer Ausnahmen geschaffen. Der Blick zurück auf Rösler zeigt, dass der ministerialen Arbeit womöglich eher genutzt hätte, gäbe es sogar eine Trennung von Amt und Partei.</p>
<p>Die „etablierten Parteien“ werden das höchstwahrscheinlich nicht erwägen. Selbst Joachim Gauck wurde wohl leider nur gewählt, weil er als Bundespräsident keine Entscheidungsbefugnis trägt. Den Funken einer Chance bringen nun womöglich die Piraten – aus der Not, durch ihre Wahlergebnisse mehr Verantwortung zu erhalten als sie aus eigener Kraft tragen können. Im Szenario „Regierungsbeteiligung oder Große Koalition“ dürfte wohl kaum ein Wähler erfreut auf die Jahre 2005 bis 2009 zurückdenken. Hier bringt <a href="http://www.n-tv.de/politik/Einfach-mal-ein-bisschen-bullshitten-article5943171.html">Christopher Lauer eine Minderheitsregierung</a><sup>[<a href="#trennung-von-amt-und-partei-n-1" class="footnoted" id="to-trennung-von-amt-und-partei-n-1">1</a>]</sup> ins Spiel. Eine weitere Alternative wäre die Berufung einer (zum Teil) parteilosen Regierung, welche aus von Koalitionären berufenen Spezialisten in ihren Fachgebieten besteht.</p>
<p>Mit Blick auf die Umsetzung der letzten Koalitionsverträge könnte man sogar annehmen, diese dienten nur der Beweisführung, man habe über Inhalte diskutiert. Während der Legislatur kommt dann doch alles anders – und manchmal auch nichts. Als einigermaßen festes Ergebnis von Koalitionsverhandlungen bleiben die Posten. In einer Konstellation mit einer parteilosen Regierung könnte also (zunächst) nur das Personal bestimmt werden. Es bestünde kein Verdacht, es wäre in den Verhandlungen nur um Ämter geschachert worden – diese bekommen ohnehin andere.</p>

<ol class="footnotes">
	<li class="footnote" id="trennung-von-amt-und-partei-n-1"><strong><sup>[1]</sup></strong>Dieser Artikel hat mich auf die Idee gebracht, die ich hier erläutere.<a class="note-return" href="#to-trennung-von-amt-und-partei-n-1">&#x21A9;</a></li></ol>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://patrikschoenfeldt.de/2012/04/trennung-von-amt-und-partei/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warum Wahlen Wetten sind</title>
		<link>https://patrikschoenfeldt.de/2012/03/warum-wahlen-wetten-sind/</link>
					<comments>https://patrikschoenfeldt.de/2012/03/warum-wahlen-wetten-sind/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Patrik Schönfeldt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Mar 2012 21:06:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Das System]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlrecht]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/?p=316</guid>

					<description><![CDATA[Angesichts der vielen Wahlen, die momentan auf uns zukommen, ist mir ein Gedanke gekommen: Im Grunde sind Wahlen wetten. Es gibt eine große Auswahl an Kandidaten und als Wähler kann man seinen Tipp abgeben, welcher davon wohl nach der Wahl am ehesten das tun wird, was man sich von der Politik wünscht. Allein, weil in &#8230; <a href="https://patrikschoenfeldt.de/2012/03/warum-wahlen-wetten-sind/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Warum Wahlen Wetten sind</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Angesichts der vielen Wahlen, die momentan auf uns zukommen, ist mir ein Gedanke gekommen: Im Grunde sind Wahlen wetten. Es gibt eine große Auswahl an Kandidaten und als Wähler kann man seinen Tipp abgeben, welcher davon wohl nach der Wahl am ehesten das tun wird, was man sich von der Politik wünscht. Allein, weil in den folgenden Jahren Entscheidungen anstehen, die nicht vorherzusehen waren, kann man es nicht vorher wissen. Der Wahlschein ist ein Wettschein, man muss schätzen.</p>
<p>Welche möglichen Handlungsmuster ergeben sich also für einen Wähler? Entweder man richtet sich nach den Wohlprogrammen und hofft, dass die Versprechen eingelöst werden, oder man wählt basierend auf dem, was die Kandidaten vorher gemacht haben. Oder man mischt beides zu beliebigen Anteilen. Aber auch Nichtwählen kann eine rationale Entscheidung sein: Wenn man sich selbst die Entscheidung nicht zutraut, aber glaubt, dass die anderen „richtig“ wählen werden. Das kann passieren, wenn Politiker sich nicht oder nur sehr schwer einschätzen lassen. Wenn schon vor der Wahl erst das eine und dann das andere gefordert wird und auch die Versprechen aus dem Wahlkampf höchstwahrscheinlich Lügen oder sonst wie unerfüllbar sind.<span id="more-316"></span></p>
<p>Diese Möglichkeit funktioniert allerdings nur so lange, wie die „klugen Anderen“ in meinem Sinne entscheiden. Und das ist nur begrenzt der Fall – andere Menschen haben oft andere Interessen. Das Resultat ist ein Dilemma: Ich weiß nicht wen ich wählen soll, die anderen wählen aber auf jeden Fall die Falschen.</p>
<p>Aus dieser Falle heraus führen können nur die Kandidaten – durch klare Profile und durch Werbung für die eigene Sache. Dazu gehört im Idealfall auch, die eigene Politik nicht an alle verkaufen zu wollen. Wird nur ein bestimmtes Klientel angesprochen, fällt es diesem leichter, sich zu entscheiden. Für die eigene Sache zu werben heißt aber auch, nicht gegen andere Parteien, die eigentlich der eigenen Meinung sind. Natürlich wünscht man sich, dass man selbst gewählt wird – niemand sonst will so exakt das gleiche. Doch fällt einem Wähler die Entscheidung ohnehin schwer, wird er durch Antiwerbung womöglich verwirrt. Oder aber er erkennt einen Kandidaten als Karrierepolitiker, der einer Partei nicht aber der Sache dient. In beiden Fällen gewinnen die politischen Gegner.</p>
<p>Wichtig ist es also, die eigenen Positionen klar und konsequent herauszuarbeiten. Wer dem Wähler dagegen nach dem Mund redet, verwirrt und verliert am Ende vielleicht sogar seine Stammwählerschaft. Und Attacken gegen andere Parteien, die nicht ausschließlich programmatische Unterschiede herausheben sollen, können den Wähler sogar entmutigen, überhaupt eine Stimme abzugeben. Denn wer die richtige Auswahl der nächsten Lottozahlen für einfacher hält als die eines geeigneten Volksvertreters, der wird gleich zuhause bleiben.</p>

]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://patrikschoenfeldt.de/2012/03/warum-wahlen-wetten-sind/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Piraten, Vertrauen und „Protestwähler“</title>
		<link>https://patrikschoenfeldt.de/2011/09/piraten-vertrauen-und-protestwahler/</link>
					<comments>https://patrikschoenfeldt.de/2011/09/piraten-vertrauen-und-protestwahler/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Patrik Schönfeldt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 09:36:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://patrikschoenfeldt.de/?p=135</guid>

					<description><![CDATA[Gestern musste ich lesen, dass laut Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Forsa 84 Prozent der Wähler der Piratenpartei als Protestwähler einzuschätzen seien. Diese Einschätzung erfolgte, weil die Befragten „das Vertrauen in die etablierten Parteien verloren“ hätten. Diese Kategorisierung halte ich für schwierig: Erstens riecht „Protestwahl“ grundsätzlich nach einer Ausrede. Wenn eine nicht etablierte oder eine unerwünschte Partei &#8230; <a href="https://patrikschoenfeldt.de/2011/09/piraten-vertrauen-und-protestwahler/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Piraten, Vertrauen und „Protestwähler“</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern musste ich lesen, dass laut Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Forsa 84 Prozent der Wähler der <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,788742,00.html">Piratenpartei als Protestwähler</a> einzuschätzen seien. Diese Einschätzung erfolgte, weil die Befragten „das Vertrauen in die etablierten Parteien verloren“ hätten. Diese Kategorisierung halte ich für schwierig:</p>
<p>Erstens riecht „Protestwahl“ grundsätzlich nach einer Ausrede. Wenn eine nicht etablierte oder eine unerwünschte Partei eine relevante Anzahl an Stimmen bekommt, war das eben Protest – so muss man sich nicht mit den aufgeworfenen Fragestellungen auseinandersetzen. Ebenso wie man in früheren Jahren nicht zugeben musste, dass über fünf Prozent der Urnengänger mit rechtsradikalem Gedankengut sympathisieren.</p>
<p>Zweitens ist doch gerade Vertrauen das wichtigste Gut in der Politik. Es liegt nahe, immer diejenige Partei zu wählen, der man in den für sich relevanten Themen am meisten vertraut. Richtig gelesen: Vertraut! Ob man es einer Gruppierung auch zutraut, ist erst mal zweitrangig: Echt bemüht ist besser als halbherzig dann doch etwas anderes gemacht.</p>
<p>So vertraute man vor allem einer <a href="http://www.gruene-bundestag.de/cms/atomausstieg/dok/375/375532.fahrplan_atomausstieg.html">Partei, den Atomausstieg</a> herbeizuführen. Man sieht im Nachhinein, dass die Umsetzung hätte besser sein können – sonst hätte es das Hin und Her im Laufe des letzten Jahres nicht gegeben – aber der Wille war da, das Ziel vor Augen. Und so haben wir selbst den neuen Ausstieg wohl im Kern vor allem denen zu verdanken, die schon den alten beschlossen haben. Der Wähler honoriert das entsprechend, die Grünen sind erfolgreicher denn je.</p>
<p>Und man hat einer anderen Partei mehr als jeder anderen vertraut, das <a href="http://16wp.fdp-fraktion.de/webcom/show_article.php/_c-1257/_nr-118/_p-1/i.html">Steuersystem vereinfachen</a> zu wollen. Immer wieder wurde mit Dreistufentarifen und Entbürokratisierung geworben – wahrscheinlich hätten die Wähler aufgrund der Kassenlage sogar das „einfachere, gerechtere und gleich hohe Steuersystem“ akzeptiert. Umgesetzt wurde – zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung – nur eine „<a href="http://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/cem-oezdemir-bei-brucker-volksfest-buerokratiemonster-moevenpicksteuer-1.967026">kompliziertere, ungerechtere und niedrigere Einzelsteuerregelung für Hotels</a>“. Hier wurde Vertrauen vernichtet – und vielleicht am Ende eine ganze Partei.</p>
<figure style="width: 568px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/sonntagsfrage.png"><img decoding="async" class="    " title="Ergebnisse Sonntagsfrage" src="http://patrikschoenfeldt.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/sonntagsfrage.png" alt="" width="568" height="199" /></a><figcaption class="wp-caption-text">Ergebnisse der Sonntagsfrage (Quelle: spiegel.de)</figcaption></figure>
<p>Man spürt also deutlich, wie wichtig Vertrauen in der Politik ist. Wenn man es jetzt an (noch) unbekannten Ufern sucht, ist das ein schlechtes Zeichen für die Etablierten, aber kein Protest. Wenn diese aber in der Lage sind, Vertrauen – dazu gehört auch die von den Piraten vorgelebte Transparenz – wiederherzustellen, wird sich das „Problem“ mit den Piraten ganz von allein lösen. Wahrscheinlich wird das den meisten Anhängern dieser Partei gar nicht so unrecht sein – schließlich bezeichnen sie sich als von Inhalten getriebene Nicht-Karrieristen. Auf der anderen Seite jedoch wird eine Erschütterung des Vertrauens in die Piraten deren Wähler vielleicht endgültig deren Vertrauen in unsere Demokratie als ganzes zerstören.</p>

]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://patrikschoenfeldt.de/2011/09/piraten-vertrauen-und-protestwahler/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Untergang der Bürgertums?</title>
		<link>https://patrikschoenfeldt.de/2011/03/der-untergang-der-burgertums/</link>
					<comments>https://patrikschoenfeldt.de/2011/03/der-untergang-der-burgertums/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Patrik Schönfeldt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Mar 2011 08:41:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraft]]></category>
		<category><![CDATA[bürgerlich]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[DieLinke]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Konservative]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://patrikschoenfeldt.de/?p=103</guid>

					<description><![CDATA[Der 27. März 2011 war ein historischer Tag. Das sogenannte „Bürgerliche Lager“ musste in Baden-Württemberg zum ersten Mal seit Jahrzehnten eine echte Wahlniederlage einstecken. Ausgerechnet die Grünen, der von Schwarzgelb am schärfsten attackierte politische Gegner, fährt einen überwältigenden Sieg ein und wird künftig sogar den Ministerpräsidenten stellen. Wird das Ländle jetzt sozialistisch, wie es unter &#8230; <a href="https://patrikschoenfeldt.de/2011/03/der-untergang-der-burgertums/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Der Untergang der Bürgertums?</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der 27. März 2011 war ein historischer Tag.</strong> Das sogenannte „Bürgerliche Lager“ musste in Baden-Württemberg zum ersten Mal seit Jahrzehnten eine echte Wahlniederlage einstecken. Ausgerechnet die Grünen, der von Schwarzgelb am schärfsten attackierte politische Gegner, fährt einen überwältigenden Sieg ein und wird künftig sogar den Ministerpräsidenten stellen.</p>
<p>Wird das <a href="http://www.swp.de/ehingen/lokales/ehingen/Hauk-sieht-das-Land-vor-einer-Richtungswahl;art4295,885279">Ländle jetzt sozialistisch</a>, wie es unter anderem der CDU-Fraktionsvorsitzende Hauk an die Wand malte? Eher nicht. In Wahrheit scheint die Bevölkerung genau so konservativ geblieben zu sein, wie sie es schon seit mindestens 58 Jahren war. Auch wenn die Energiepolitik einen entscheidenden Einfluss auf diesen Wechsel hatte, reicht sie als Erklärung nicht aus: Schon vor dem Reaktorunglück in Fukushima konnten die Grünen in Umfragen Rekordwerte vorweisen. Vor allem viele frühere Nichtwähler haben aus deisem Grund ihr Kreuz bei den Grünen gemacht, doch bestand wohl kein Mobilisierungsproblem unter den (Ex-) CDU-Stammwählern. Die Wahrheit lautet: Die Grünen sind (zumindest in Baden-Württemberg) keine linke Partei mehr. Der künftige Ministerpräsident, der überzeugte Katholik Kretschmann, konnte <a href="http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/645313/Kretschmann_Erster-gruener-Landesvater-Deutschlands">viele Bürgerliche für sich mobilisieren</a>. Vielleicht sind die Grünen sogar zur neuen „Mitte“ geworden. Diesen Titel hatten die Union bisher für sich beansprucht, zum Teil trotz populistischer Ausflüge, die man eher <a href="http://www.morgenpost.de/printarchiv/politik/article1568214/Islam-Kritik-Frank-Henkel-lobt-Bundesinnenminister-Friedrich.html">rechtsaußen</a> eingeordnet hätte.</p>
<p>Bei Tageslicht betrachtet fällt weiter auf: Die Christdemokraten haben ihre Regierungsmehrheit vor allem durch das schlechte Abschneiden der FDP verloren. Fast wäre sie überhaupt nicht in den Landtag eingezogen. Auch die FDP hat an die Grünen verloren. Das überrascht wenig, verpassten es die Liberalen doch, an ihre Tradition als Bürgerrechtspartei anzuknüpfen. Seit Jahren steht der Wirtschaftsliberalismus im Vordergrund. Diese Vernachlässigung des einstigen Kernthemas hat sogar eine neue Partei auf den Plan gerufen, die seit einigen Jahren trotz geringstem Wahlkampfbudget und wenig politischer Erfahrung Wahl für Wahl <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Landtagswahlen-Piratenpartei-mit-Achtungserfolg-1215970.html">Achtungserfolge einfahren</a> kann: Die Piraten. (Sie sammelten z.B. im Südwesten Stimmen in der selben Größenordnung wie DieLinke.)</p>
<p>Und obwohl konservative Wähler den politischen Graben zwischen der CDU und Grünen übersprungen haben, und Schwarz-Grün <a href="http://www.welt.de/fernsehen/article12983313/Geissler-und-energiepolitische-Pius-Brueder-der-CDU.html">laut Heiner Geißler</a> (CDU) „politisch wie auch inhaltlich […] genauso möglich [sei] wie eine Koalition mit der FDP“, läuft alles auf Grün-Rot hinaus. Denn selbst die neuen, konservativen Grünen können nach der Laufzeitverlängerung und Stuttgart21 nicht mit der Union koalieren. Wenn man so will, wurde also die Wahl des Ministerpräsidenten schon im letzten Herbst entschieden, als sich die CDU ins koalitionspolitische Abseits spielte.</p>

]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://patrikschoenfeldt.de/2011/03/der-untergang-der-burgertums/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nationaler Korruptionstag</title>
		<link>https://patrikschoenfeldt.de/2010/11/nationaler-korruptionstag/</link>
					<comments>https://patrikschoenfeldt.de/2010/11/nationaler-korruptionstag/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Patrik Schönfeldt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Nov 2010 07:13:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[Akzeptanz]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Gerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://patrikschoenfeldt.de/?p=43</guid>

					<description><![CDATA[Aufgrund des immer wieder aufflammenden Verdachts, dass unsere Regierungen Entscheidungen gegen den Willen des Volkes durchsetzen und dass womöglich Korruption im Spiel sein könnte, möchte ich für das Jahr 2011 einen Nationalen Korruptionstag vorschlagen. Das Ziel ist klar: Wir kaufen unsere Regierungen (zurück). Am Nationalen Korruptionstag sollten nach meiner Vorstellung möglichst viele Spenden gesammelt werden, &#8230; <a href="https://patrikschoenfeldt.de/2010/11/nationaler-korruptionstag/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Nationaler Korruptionstag</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Aufgrund des immer wieder aufflammenden Verdachts, dass unsere Regierungen Entscheidungen gegen den Willen des Volkes durchsetzen und dass womöglich Korruption im Spiel sein könnte, möchte ich für das Jahr 2011 einen Nationalen Korruptionstag vorschlagen. Das Ziel ist klar: Wir kaufen unsere Regierungen (zurück).</p>
<p>Am Nationalen Korruptionstag sollten nach meiner Vorstellung möglichst viele Spenden gesammelt werden, um den gesammelten Betrag dann dem machthabenden Personenkreis anzubieten. Zwar lassen sich damit am Volk vorbei getroffene Entscheidungen[<a href="#fn1">1</a>] nicht unbedingt reparieren, allerdings können wir uns so wenigstens für die nächsten Vorhaben rüsten. Es gibt auch schon einen Plan B, falls wieder erwarten keine Partei den voraussichtlich gigantischen Betrag annehmen möchte: Das Geld könnte zum Kampf gegen die Korruption eingesetzt werden. Wenn das Volk seine Regierung nicht kaufen kann, soll es bitte auch niemand sonst tun.</p>
<p><small><a name="fn1">1:</a> Stuttgart21, der neue JMStV, der Wiedereinstieg in die Atomenergie, um nur einige zu nennen.</small></p>

]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://patrikschoenfeldt.de/2010/11/nationaler-korruptionstag/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>EU: Reformverträge und Verfassung</title>
		<link>https://patrikschoenfeldt.de/2008/06/eu-reformvertrage-und-verfassung/</link>
					<comments>https://patrikschoenfeldt.de/2008/06/eu-reformvertrage-und-verfassung/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Patrik Schönfeldt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Jun 2008 21:12:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Akzeptanz]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Reformvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Verfassung]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Verfassungswiki]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassung]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrag von Lissabon]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://patrikschoenfeldt.de/?p=15</guid>

					<description><![CDATA[Nachdem die Iren den Vertrag von Lissabon abgelehnt haben, sieht sich die EU in einer Krise und versucht den Vertrag, in den die Regierungen viel Arbeit gesteckt haben, doch noch zu retten. Die Idee vom „Europa der zwei Geschwindigkeiten“, das Abweichler ignoriert, scheint mittlerweile fallen gelassen worden zu sein und doch wird trotz aller Versprechen, &#8230; <a href="https://patrikschoenfeldt.de/2008/06/eu-reformvertrage-und-verfassung/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">EU: Reformverträge und Verfassung</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Nachdem die Iren den Vertrag von Lissabon abgelehnt haben, sieht  sich die EU in einer Krise und versucht den Vertrag, in den die  Regierungen viel Arbeit gesteckt haben, doch noch zu retten. Die Idee  vom „Europa der zwei Geschwindigkeiten“, das Abweichler ignoriert,  scheint mittlerweile fallen gelassen worden zu sein und doch wird trotz  aller Versprechen, das irische Votum zu respektieren, an der Idee das  Vertragswerk durchzusetzen festgehalten.</p>
<p>Ich sehe das Problem – wie der Europäische Rat – weniger in  irgendeinem Vertragswerk, das zur Abstimmung stand. Es geht viel mehr  darum, dass die EU und somit sämtliche damit verbundenen Verträge – eben  auch die gescheiterte EU-Verfassung – in der Bevölkerung wenig  akzeptiert sind. Die Schuld dafür möchte ich in der Arbeitsweise der EU  suchen, die – zumindest in den Augen der Bevölkerung und auch in meinen  als Teil davon – Entscheidungen über unsere Köpfe hinaus fällt. Wir  haben unser Parlament gewählt, es besitzt die Legitimation für uns zu  entscheiden, auch wenn wir natürlich nicht immer damit zufrieden sind.  Immerhin hatten wir die Wahl und eine Mehrheit der Bevölkerung, die sich  daran halten muss, scheint diese Menschen als Entscheidungsträger haben  zu wollen.</p>
<p>In der EU hingegen entscheiden die Regierungen der Mitgliederstaaten  über die Köpfe der Parlamente und damit über unsere gewählten Vertreter  hinweg. Und nicht nur unsere Regierung, auf deren Bildung wir Einfluss  hatten, auch Regierungen anderer Staaten bestimmen über unsere gewählten  Vertreter und beschließen Richtlinien und fällen Beschlüsse, die nun  ohne Einfluss einer gewählten Legislative umgesetzt werden müssen. Ein  Durchdrücken der Lissaboner Vertrages – auch wenn er den Grad an  Demokratie erhöhen würde – verstärkt diesen Eindruck nur und wird zu  immer mehr Verdrossenheit und somit zu Stillstand innerhalb der Union  führen.</p>
<p>Als Europäer, und als solchen sehe ich mich zuweilen, habe ich aber  ein Interesse an einer starken EU, die unseren Kontinent in globalen  Fragen vertritt. Ich wünsche mir Kooperation der Staaten und  einheitliche Standards, freie Wahl des Wohnortes auf dem ganzen  Kontinent, gute Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Kriminalität und  rege Handelsbeziehungen zu den Nachbarn. Ich wünsche mir eine  demokratischere EU, möchte Reformen, um die Handlungsfähigkeit zu  erhöhen. Nur wie soll all dies möglich sein?</p>
<p>Ein Antwort darauf wäre ein umfassendes Vertragswerk, das veraltete  Strukturen wie generelle Gebundenheit an Einstimmigkeit abschafft –  Einstimmigkeit ist bei immer mehr Mitgleidern kaum noch zu erreichen –  und gleichzeitig neue Wege aufzeigt. Dieses Werk müsste den Rückhalt der  Bevölkerung genießen ähnlich wie die Deutschen ihr Grundgesetz  akzeptieren und teilweise sogar bejubeln. Sollte das Utopie sein, nicht  zu schaffen? Ich glaube nicht. Eine demokratische Verfassung, über die  in jedem Land durch das Volk abgestimmt wird, würde diesen Rückhalt  haben. Warum die Menschen ihr zustimmen sollten? Weil sie gut ist, den  Menschen etwas bringt. Weil sie die Grundrechte der Menschen schützt,  ihre Souveränität bewahrt und trotzdem ein vereintes Europa ermöglicht.  Doch wie soll all dieses möglcih sein? Wer soll ein solches Vertragswerk  ausarbeiten in einem Europa, in dem die Regierungen Gesetze beschließen  und die Meinung des Volkes angekündigterweise ignorieren?</p>
<p>Das Volk. Eine Verfassung verfasst durch das Volk für das Volk. Das  wäre ein Verfassung im eigentlichen Sinne und etwas, auf das Europa  stolz sein dürfte. Daher suche ich Unterstützung für ein  EU-Verfassungswiki. Eine Plattform, auf der wir unsere eigene Verfassung  für die EU ausarbeiten. Selbst wenn sie nur als Grundlage oder  Inspiration für folgende Verträge dient, bleibt sie ein Weg unser Europa  selbst zu gestalten. Lasst uns eine Verfassung ausarbeiten und darüber  abstimmen. Vom Volk für das Volk. Ein deutlicheres Zeichen für Europa  kann es nicht geben, so werden wir die EU aufwecken und zeigen, wohin  die Zukunft gehen soll.</p>
</div>

]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://patrikschoenfeldt.de/2008/06/eu-reformvertrage-und-verfassung/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nähere Betrachtung</title>
		<link>https://patrikschoenfeldt.de/2008/05/nahere-betrachtung/</link>
					<comments>https://patrikschoenfeldt.de/2008/05/nahere-betrachtung/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Patrik Schönfeldt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 May 2008 21:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[meta]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Gerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Sicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlrecht]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://patrikschoenfeldt.de/?p=11</guid>

					<description><![CDATA[Nachdem nun mehrfach in Kommentaren unterstrichen wurde, dass gleiche Gewichtung der Wähler zentrale Rolle in der Demokratie spiele, bin ich auf die Idee gekommen, dass soziale Grundsicherung als eine Art Kompensation für die ungleichmäßige Stimmverteilung angesehen werden könnte. Nach längerer Überlegung sind mir noch weitere Mechanismen aufgefallen, die ähnliche Effekte haben. So besitzen wir ein &#8230; <a href="https://patrikschoenfeldt.de/2008/05/nahere-betrachtung/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Nähere Betrachtung</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem nun mehrfach in Kommentaren unterstrichen wurde, dass gleiche  Gewichtung der Wähler zentrale Rolle in der Demokratie spiele, bin ich  auf die Idee gekommen, dass soziale Grundsicherung als eine Art  Kompensation für die ungleichmäßige Stimmverteilung angesehen werden  könnte. Nach längerer Überlegung sind mir noch weitere Mechanismen  aufgefallen, die ähnliche Effekte haben. So besitzen wir ein  progressives Steuersystem, das besser Verdienende nicht nur absolut  sondern auch prozentual gesehen stärker belastet. Ich werde nun in den  folgenden Beiträgen jeweils verschiedene Formen der Kapitalumverteilung  von Reich nach Arm (Weiß jemand ein besseres neutrales Wort?)  untersuchen und feststellen, in wie fern sie die in meinem letzten  Betrachtung aufgezeigten Verstöße gegen Wahlrechtsgrundsätze beseitigen  und in wie fern sie neue Probleme aufwerfen.</p>

]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://patrikschoenfeldt.de/2008/05/nahere-betrachtung/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kapitalismus ist Demokratie</title>
		<link>https://patrikschoenfeldt.de/2008/04/kapitalismus-ist-demokratie/</link>
					<comments>https://patrikschoenfeldt.de/2008/04/kapitalismus-ist-demokratie/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Patrik Schönfeldt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Apr 2008 21:08:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Das System]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlrecht]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://patrikschoenfeldt.de/?p=8</guid>

					<description><![CDATA[Ich habe einen Stimmzettel (Banknote) in der Tasche, gehe in ein Wahllokal (Geschäft), dort entscheide ich mich für einen Repräsentanten (Produkt) und wähle eine Partei (Firma). Hier geht es also nicht um eine Utopie. Ich sage nicht, dass Kapitalismus demokratisch sein sollte, ich bemerke, dass es so ist. Naja, ich Wirklichkeit ist das Ganze etwas &#8230; <a href="https://patrikschoenfeldt.de/2008/04/kapitalismus-ist-demokratie/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Kapitalismus ist Demokratie</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Ich habe einen Stimmzettel (Banknote) in der Tasche, gehe in ein  Wahllokal (Geschäft), dort entscheide ich mich für einen Repräsentanten  (Produkt) und wähle eine Partei (Firma). Hier geht es also nicht um  eine Utopie. Ich sage nicht, dass Kapitalismus demokratisch sein sollte,  ich bemerke, dass es so ist.</p>
<p>Naja, ich Wirklichkeit ist das Ganze etwas komplizierter: Schon die  Auswahl des Geschäftes ist eine Form von Abstimmung, denn es wird einen  Teil meines Geldes für sich behalten. Außerdem habe ich nicht nur Erst-  und Zweitstimme, sondern eine Vielzahl davon. Je mehr Geld man besitzt,  um so mehr Stimmen hat man.</p>
<p>Und genau hier geht das Problem los: In der Wirtschaft kümmert sich  keiner um Wahlrechtsgrundsätze. Für politische Wahlen hat die Verfassung  einige Regeln vorgesehen, die beim Einkauf (natürlich?) nicht zur  Anwendung kommen. Ich beziehe mich im Folgenden auf aktives Wahlrecht in  Deutschland:</p>
<ul>
<li><em>allgemein</em>: Jeder Mensch darf sein Geld ausgeben. Hier geht  die Wirtschaft über die Vorgabe der Politik hinaus: Auch Kinder und  Staatsbürger anderer Staaten dürfen wählen.</li>
</ul>
<ul>
<li><em>unmittelbar</em>: Man kauft nicht direkt beim Produzenten,  sondern nach einer Anzahl von Zwischenhändlern. Das ist in diesem Fall  aber kein größeres Problem, da man die Händler ebenfalls wählt. Die  Komplexität setzt also voraus, dass nicht immer unmittelbar gewählt  werden kann.</li>
</ul>
<ul>
<li><em>frei</em>: Man darf kaufen, was man will. Das gilt so lange, wie  ein erreichbaren Händler die gewünschte Wahre hält. Im Zeitalter von  Versandhandel darf auch dieser Punkt als erfüllt angenommen werden.</li>
</ul>
<ul>
<li><em>gleich</em>: Hier muss ich differenzieren: Jedes Geld ist  gleich, also entscheidet es nicht, wer was kauft. Allerdings haben  reiche Menschen mehr Stimmen als ärmere. Diese Situation erinnert mich  an frühere Formen der Wahl von Volksvertretern, bei denen die Meinung  von Reichen und Adeligen stärker gewichtet wurde. Hier hat die  Kapitaldemokratie also eine klare Ungerechtigkeit zu verzeichnen.<em><br />
</em></li>
</ul>
<ul>
<li><em>geheim</em>: Ich möchte hier nicht den Maßstab anlegen, der für  politische Wahlen gilt: Es ist offensichtlich, dass ich nicht verstecken  kann, welche Produkte ich nutze. Im privaten Bereich ist das vielleicht  noch möglich, aber spätestens das eigene Auto kann man nicht vor  Blicken schützen. Man kann aber mehr oder weniger anonym konsumieren und  es bleibt auch meine Entscheidung, meine Erwerbungen verbunden mit  meinem Namen in der Öffentlichkeit herum zu zeigen. Man sieht es einem  Menschen nicht an, welche Frühstücksflocken er isst. Der Grundsatz der  geheimen Wahl wird aber immer weiter versucht durch Kundenkarten zu  unterwandern. Kundenkarten speichern massiv die Wahlentscheidungen des  einzelnen Konsumenten und lassen sein Verhalten analysieren. Tante Emma  konnte das noch nicht in dem Umfang – Tante Emma würde ich eher mit dem  Wahlhelfer vergleichen, der bei zitternder Hand meinerseits das Kreuz  für mich setzen darf.</li>
</ul>
<ul>
<li><em>öffentlich</em>: Das Ergebnis der täglichen Wahl an der Kasse  kann man höchstens indirekt durch Entwicklung ganzer Firmen und  Börsenwerte ablesen. Ob aber nun die Bio-Konfitüre mit Kirschgeschmack  oder die herkömmliche mit Erdbeeren das Rennen macht, erfährt nur der  Produzent zuverlässig. Die Menge an Informationen wäre ohnehin nicht  überschaubar und ich weiß nicht, ob sich bessere Daten bei Firmen  erfragen lassen. Hier ein klares „Ich weiß es nicht.“, was aber den  Verdacht nahe legt, dass es eher ein „nein“ ist, denn geheime  Öffentlichkeit ist ein Paradoxon.</li>
</ul>
<p>Ob wir es wollen, oder nicht: Jeder Einkauf beinhaltet politische  Entscheidungen und ist eine Abstimmung. Leider unterscheiden sich die  Standards bei dieser ständigen Wahl stark von denen bei den übrigen. Die  Gewährung dieser Rechte sollte – so finde ich – Ziel eines auf den  Menschen zentrierten Kapitalismus sein, denn ohne sie geraten wir in die  absolute Diktatur der Konzerne.</p>
</div>

]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://patrikschoenfeldt.de/2008/04/kapitalismus-ist-demokratie/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
