Per Rad im Schwarzwald:
Latschig, Hohloh, Herrenalb

Meine heutige Tour startete mit einer S-Bahn-Fahrt nach Forbach. Leider war die mitgenommene Kamera kaputt, also habe ich kaum Bilder. Erstes Etappenziel war der Latschigfelsen bei Forbach. Der Anstieg hat es in sich – der Aussichtspunkt belohnt die Anstrengung jedoch. Neben einem herrlichen Blick findet sich dort ein Pavillon, das elbischen Ursprungs sein könnte.

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Latschig, Hohloh, Herrenalb

Per Rad im Schwarzwald:
Waldprechtstal und Moosalbtal

Meine Tour ist nicht außerordentlich gut geplant. Ich habe Wasser und etwas zu essen dabei und den Plan, in Waldprechtsweiher in den Schwarzwald hinein zu fahren. Die erste Etappe führt mich über Ettlingen und Malsch bis in eben diesen Ort. Vielleicht geht es von dort aus zum Bernstein – einem schönen Aussichtsfelsen am Eingang zum Murgtal. Für diesen Einstieg habe ich mich entschieden, weil ich so am Anfang schnell Kilometer zurücklegen kann bis die Gegend etwas unbekannter wird. Das Waldprechtstal erscheint mir auf der Karte außerdem recht schön.

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Waldprechtstal und Moosalbtal

Michel Schönfeldt

Alles hat sich verändert
Zuerst wollten wir große Reisen machen
Dann haben wir von Wochenenden gesprochen
Ein Ausflug wäre auch schön gewesen
Ein Spaziergang
Im Garten sitzen
Einen Film anschauen
Ein Gespräch
Kurze wache Momente
Ein Händedruck
Dann warst du zu müde
Wir ließen dich schlafen
In unseren Herzen wirst du bei uns bleiben
Wir lieben dich
Für immer

– von meiner Mutter an meinen Vater (27.01.1964 bis 13.05.2016)

Asyl: Strafe und Legalität

Rechtsstaatlichkeit ist eine wichtige Errungenschaft, die man nicht über Bord werfen sollte, nur weil aus Krisengebieten auch Kriminelle zu uns kommen.

Seit einigen Tagen kenne ich nun jemanden, der jemanden kennt, die Opfer sexueller Gewalt (durch Nordafrikaner) geworden ist. Und je länger ich darüber nachdenke, umso mehr wird mir eines bewusst: Der Fakt, dass es in meinem erweiterten Bekanntenkreis Opfer sexueller Gewalt gibt, ist (leider) nicht das bemerkenswerte. Besonders ist, dass ich von dem Umstand weiß. Üblicherweise wird (selbst unter vertrauten Menschen) nicht über das Thema geredet. Gemäß Kleine-Welt-Phänomen ist es nicht verwunderlich, dass kurze Verbindungen bestehen. Dass diese Verbindung aber explizit bekannt ist, kann als Indiz für den „Sensationswert“ gesehen werden. (Das Phänomen besagt auch, dass die Verbindungen zu allen möglichen Kriminellen fast ebenso kurz sind. Irgendwie gruselig.)

Ob nun gewöhnlich oder nicht, diese gefühlte Betroffenheit hat mich wieder zum Thema meines letzten Beitrags – Abschiebung und Bestrafung – gebracht. Wie soll man Menschen bestrafen, die sich ohnehin nicht in Deutschland aufhalten dürfen? Nach aktuellem Vorgehen genießen Menschen, die sich illegal in Deutschland aufhalten, faktisch Straffreiheit – im schlimmsten Falle werden sie früher weggeschickt. Eine Lösung wäre eine zusätzlich Strafe. Vermutlich einfacher ist es jedoch, das das Dilemma zu vermeiden anstatt es zu lösen: Wenn niemand „ohnehin abzuschieben“ wäre, stellte sich die Frage nicht.

Um das klar zu machen: Wer unseren Schutz braucht, muss ihn bekommen. Alles andere wäre Verrat an uns selbst. Zur Vermeidung von illegalem Aufenthalt gibt es prinzipiell zwei mögliche Strategien. Verbote mit Strafen führen uns allerdings wieder zum genannten Dilemma. Es bleibt die Vereinfachung des legalen Aufenthalts. Und das könnte funktionieren, indem wirklich Schutzbedürftige bei ihrer Flucht unterstützt würden. Bewilligter Antrag aus dem Ausland – freies Geleit ins Asyl. Politisch ist dieser Weg bislang jedoch abgelehnt worden – Stichwort Dublin-Verordnung. Bestünde die Möglichkeit, in der Nähe eines Krisengebiets einen Asylantrag zu stellen und anschließend in ein sicheres Land aufgenommen zu werden, wer würde noch die beschwerliche, risikoreiche, oft tödliche Flucht über tausende Kilometer antreten?

Abschiebung

Immer wieder wird in letzter Zeit gefordert, dass straffällige Asylbewerber abgeschoben werden sollen. Jetzt sagte auch Angela Merkel, kriminelle Ausländer hätten ihr „Gastrecht verwirkt“. Doch was bedeutet dieser Gedanke?

Sollte tatsächlich eine Abschiebung erfolgen und der Asylantrag berechtigt sein, warten Verfolgung, Folter und Tod auf den Abgeschobenen. In diesem Falle würde man faktisch die Todesstrafe fordern. Sollte der Antrag nicht berechtigt sein, so ist die Ausweisung keine Strafe – sie würde ohnehin erfolgen. Gehen wir also von der Bestrafung aus: Warum sollte man hier mit zweierlei Maß messen? Hier wird oft unterstellt („Gastrecht“), dass die Menschen freiwillig hier wären. Dann hätten sie sich Rechtssystem und Gesellschaftsordnung sozusagen ausgesucht und es wäre in der Tat berechtigt, bei ihnen strenger zu sein. Im Umkehrschluss hieße es aber auch, dass deutsche Straftäter unfreiwillig hier sind und folglich eine Entschädigung für ihre ungeliebte Staatsbürgerschaft verdienen.

Im Falle Merkels ist die Antwort vermutlich einfacher: Es geht wohl darum, die CDU attraktiver für Rechtsaußen zu machen. Dass Ausweisung nicht Abschiebung bedeutet, wird verschwiegen. Keine Todesstrafe also, sondern nur geistige Brandstiftung.

PS: Bei der Suche nach dem Merkel-Zitat habe ich zunächst „Gastrecht verwirkt“ bei DuckDuckGo eingegeben – und fand zunächst nur NPD-Zitate.

Redesign, ssl und Auswertung der VDVC-Umfrage

Im Hintergrund laufen die Scripte für die letzten Analysen der VDVC-Jahresumfrage. (Letztes Jahr habe ich mir dafür einige Wochen frei genommen, dieses Jahr muss es nebenher laufen.) Und während ich auf die Ersetzungen der im Freitext eingegebenen Titel durch die “richtigen” Schreibweisen warte, habe ich meine Webseite flott gemacht. (Vermutlich ist es einfach besonders effektiv, die Tabelle mit den Schreibweisen in sed einzuspeisen.)

Besonders genervt hat mich bei der Webseite SSL. Eine hauptsächlich verschlüsselte Seite mit unverschlüsselten Bildern fühlt sich laut Firefox-Icon unsicherer an als eine komplett unverschlüsselte Seite. Das ist natürlich sehr unästhetisch und da ich absolute Links zu Bildern gesetzt hatte, war die Behebung manuell zu erledigen.

Bei der Umfrage (der Teil mit sed) hat mich vor allem “Mount&Blade: Warband” genervt. Ich musste das “&” in der Variablen escapen, die ich vorher per regexp aus der Tabelle geholt habe. Die Lösung:

while read p; do
replaceme=$(echo "${p#*'    '}" | sed 's/&/\\&/')
replaceby=$(echo "${p%'    '*}" | sed 's/&/\\&/')
sed -i "s#$replaceme#$replaceby#gI" $datenfileout
done < $duplikatsliste

Wenn das jetzt durchläuft, bin ich zumindest ein gutes Stück weiter.

Ostergeschenk für meine Eltern:
Handarbeiten-Schoenfeldt.de

Zu Ostern habe ich meinen Eltern endlich einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Sie führen ein Handarbeitsgeschäft mit je einer Filiale in Wiefelstede und in Wilhelmshaven und wollten gern eine „Webseite“ haben. Es sollte sich dabei eher um eine Art Webvisitenkarte handeln, damit man Infos über Öffnungszeiten, Anschrift, etc. nicht nur auf Seiten von Fremdanbietern erfahren kann, sondern eine es eine „offizielle Quelle“ gibt. Es sollte einfach und klein sein, zumindest in der mobilen Version über quasi keine Ladezeit verfügen. Ich hab dann aus einfachem XHTML mit CSS handarbeiten-schoenfeldt.de gebastelt. Es ist eigentlich nur die Online-Version des Flyers, den sie seit Anfang des Jahres verteilen, doch wird seiner Bestimmung (kurz mal Kontaktdaten oder Öffnungszeiten nachschauen) hoffentlich gerecht.

Um ehrlich zu sein, würde ich etwas Warenkunde oder mehr Infos zum Angebot ganz gut finden, doch das wird entweder wartungsintensiv, oder impliziert dass es nicht erwähntes auch nicht gibt. Aus diesem Grund gibt es nur eine kleine Aufzählung mit Beispielen wie Strickgarne, Nadeln und Patchworkstoffe. Verbesserungsvorschläge nehme ich aber gern an.

GnuPG-Schlüsselstruktur

ilovefs-heart-small-enNeulich wurde mir gesagt, ich hätte „einen Haufen“ GPG-Keys. Da das stimmt, gibt es anlässlich des heutigen cryptovalentine’s day eine Aufstellung:

Für alltäglichen Mailverkehr interessant sind vor allem die beiden Keys, von denen ich jeweils einen für eine Mailadresse verwende:
Patrik Schönfeldt (mail@patrikschoenfeldt.de)
Fingerprint=89C4 340D 292A 5215 8389 BAAB 2DAC 3458 9558 2294

Patrik Schönfeldt (patrik.schoenfeldt@vdvc.de)
Fingerprint=DF1E 85A4 1E4B B9E0 3731 F47E E910 9892 D1E9 B3AD

Nur für Signaturen anderer Keys gibt es folgenden Key:
Patrik Schönfeldt
Fingerprint=922A E025 4C43 63F8 3D00 A306 8946 BCDE EADF 86F0

Dieser ist an einem sicheren Ort gespeichert und bestätigt z.B. die Echtheit der Primärkeys. Die Gültigkeit ist 2015/2016. Wer einen Schlüssel von mir signieren möchte: Dieser ist der beste für diesen Zweck.

Mein alter Key (damals einer für alles) wurde durch die bisher genannten abgelöst.
Patrik Schönfeldt (Key for 2011 to 2015, patrik.schoenfeldt@gmx.net)
Fingerprint=393B DD4B FA25 5092 68BC 9081 AD1B D149 64F8 EC43

Er wird dieses Jahr auslaufen, und hat noch Mailadressen angegeben, die ich eigentlich gar nicht mehr benutze. Da er aber häufiger signiert wurde als die anderen Keys, werde ich ihn nicht widerrufen, damit er mittelbar das Vertrauen in die neueren Schlüssel bestätigt.

Es gibt noch andere Schlüssel, aber dazu habe ich keine privaten Schlüssel mehr. Widerrufen ist ist also nicht mehr drin.

Games sind sexistisch!
Wo ist das Problem?

Aktuell schwappt (mal wieder) eine Sexismusdebatte um Videospiele durch das Internet. Diese gipfelt aktuell in Morddrohungen gegen die Feministin Anita Sarkeesien, die Sexismus in Videospielen kritisiert. Als intelligenter Computerspieler sollte man anerkennen, dass sie wahre Punkte anspricht. Wer die Filme auf Feminist Frequency als Beiträge gegen Videospiele ansieht, hat ohnehin einiges nicht verstanden. Einzig Vollblut-Sexisten dürfen sich kritisiert führen.

Sexismus ist in unserer Gesellschaft ein ernsthaftes Problem. Kein Problem allerdings ist, dass er in Videospielen auftaucht. Ich hatte gehofft, dass wir das in mehr als zehn Jahren Killerspieldebatte gelernt hätten. Wer würde ernsthaft bestreiten, dass es in Videospielen Gewalt gibt? Freunde virtueller Gewalt relativieren manchmal, wenn es um dargestellte Grausamkeit geht.

Virtuelle Gewalt ist OK, weil wir verinnerlicht haben, dass reale Gewalt es nicht ist. Wir sehen den Krieg – und wollen, dass er auf der anderen Seite des Bildschirms bleibt. Bei Sexismus ist es vielleicht nicht so einfach. Jeder ist nun mal ein bisschen sexistisch (oder so ähnlich). Und da dürfte es durchaus helfen, sich auch über Vorurteile in Videospielen bewusst zu werden. Problematisch ist, wenn wir Dinge als gegeben hinnehmen, sie nicht hinterfragen. Denn dann verfestigen sie womöglich unser Weltbild – samt aller damit verbundenen Probleme.

In diesem Sinne: Sexismus in Videospielen ist OK – solange er auf der anderen Seite des Bildschirms bleibt.