Games sind sexistisch!
Wo ist das Problem?

Aktuell schwappt (mal wieder) eine Sexismusdebatte um Videospiele durch das Internet. Diese gipfelt aktuell in Morddrohungen gegen die Feministin Anita Sarkeesien, die Sexismus in Videospielen kritisiert. Als intelligenter Computerspieler sollte man anerkennen, dass sie wahre Punkte anspricht. Wer die Filme auf Feminist Frequency als Beiträge gegen Videospiele ansieht, hat ohnehin einiges nicht verstanden. Einzig Vollblut-Sexisten dürfen sich kritisiert führen.

Sexismus ist in unserer Gesellschaft ein ernsthaftes Problem. Kein Problem allerdings ist, dass er in Videospielen auftaucht. Ich hatte gehofft, dass wir das in mehr als zehn Jahren Killerspieldebatte gelernt hätten. Wer würde ernsthaft bestreiten, dass es in Videospielen Gewalt gibt? Freunde virtueller Gewalt relativieren manchmal, wenn es um dargestellte Grausamkeit geht.

Virtuelle Gewalt ist OK, weil wir verinnerlicht haben, dass reale Gewalt es nicht ist. Wir sehen den Krieg – und wollen, dass er auf der anderen Seite des Bildschirms bleibt. Bei Sexismus ist es vielleicht nicht so einfach. Jeder ist nun mal ein bisschen sexistisch (oder so ähnlich). Und da dürfte es durchaus helfen, sich auch über Vorurteile in Videospielen bewusst zu werden. Problematisch ist, wenn wir Dinge als gegeben hinnehmen, sie nicht hinterfragen. Denn dann verfestigen sie womöglich unser Weltbild – samt aller damit verbundenen Probleme.

In diesem Sinne: Sexismus in Videospielen ist OK – solange er auf der anderen Seite des Bildschirms bleibt.

Kaffee, Junge!

Zwar habe ich nicht vor, unter die Foodblogger zu gehen, doch habe ich versprochen, einen Beitrag über meinen selbst gemörserten „Aztekenkaffee“ zu schreiben. Gekommen ist mir die Idee, als ich eben jene Kaffeemischung (gemischt mit Kakaoschalen) in einer Kaffeerösterei in Hamburg[1] entdeckt habe. Ich erinnerte mich an einen Besuch im Schokoladenmuseum in Brügge, wo unter anderem die traditionelle Zubereitung der Getränke aus Bohnen erwähnt wurde. Nunja, geröstet hat ursprünglich noch niemand, doch der Name der Kreation hat mich dazu verleitet, meinen Kaffee nicht mahlen zu lassen:

Bohnen im Mörser.
Die ganzen Bohnen habe ich von Hand zerkleinert.
Gemörserter Kaffee auf einer Küchenwaage
Für Nachkocher: Mengenangabe (für meine große Tasse) und Granularität
Aufgebrühter Kaffee
Da mein Kaffee nicht so fein ist, wie maschinell gemahlener, habe ich das Pulver im Wasser gelassen und (noch) keinen Filter verwendet.
Kaffee im Filter
Den Kaffeesatz wollte ich natürlich nicht trinken, also nachträglich filtrieren.
Eine leckere Tasse Kaffee
Eine leckere Tasse Kaffee. Mild, mit feiner Kakaonote und sehr koffeinhaltig.

Der fertige Kaffee war sehr mild im Geschmack – vermutlich begünstigt durch das nicht all zu fein gemahlene Pulver. Das Kakaoaroma ist nichtsdestotrotz durchgekommen. Da ich den Kaffee ein wenig habe ziehen lassen, war er sehr aufmunternd. Optimierungspotenzial besteht vor allem noch beim Filtrieren: Weil ich von einer Tasse in eine andere umgefüllt habe, war das Gießen nicht sehr einfach und ich hatte Angst, etwas zu verschütten. So Ist der Kaffee anfangs schnell und dann immer langsamer durchgelaufen. Vermutlich wäre der Kaffee sonst noch etwas kräftiger im Geschmack gewesen. So oder so: Dieser Kaffee war etwas ganz besonderes.

  1. [1]Kaffeerösterei Burg